Die ICE-Abstellanlage soll nahe des Wohngebiets „Im Rad“ entstehen. Foto: Beatrice Ehrlich

Bei den Plänen in Haltingen soll die Bahn nachbessern.

Im Ortschaftsrat gab Rechts- und Ordnungsamtsleiterin Ellen Nonnenmacher einen kurzen Überblick über den aktuellen Stand, den Stadtbauamtsleiter Christian Renner in einer schriftlichen Mitteilung der Verwaltung festgehalten hat.

 

Darin erinnert er an die erste Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren ICE-Abstellanlage, die der Gemeinderat im Juli 2023 beschlossen hat. Im Oktober wurde die Stadt erneut beteiligt und eine Frist von 14 Tagen gewährt. Da Unterlagen seitens des Eisenbahn-Bundesamts beziehungsweise des Vorhabenträgers gefehlt hätten und die Frist zu kurz bemessen gewesen sei, um die Gremien zu beteiligen, habe die Stadt um eine Fristverlängerung gebeten. Dies sei aus rechtlichen Gründen nicht möglich, so die Antwort, aber die Planfeststellungsbehörde sei verpflichtet, vorgetragene inhaltliche Gesichtspunkte dennoch zu prüfen.

Diesel per Zug liefern

So übermittelte die Stadt Ende November eine weitere Stellungnahme und hält an diversen Punkten fest. Beispielsweise sei vorgesehen, dass die Diesel-Tankanlage mit Lastern beliefert wird. „Warum nicht mit dem Zug?“, fragte Nonnenmacher. Die Stadt habe vorgeschlagen, die Verkehre zu bündeln und die Dieselkraftstofftankstelle auf der Ostseite zu platzieren, dadurch könne der Flächenverbrauch minimiert, und der Abstand zur schützenswürdigen Wohnbevölkerung optimiert werden, heißt es in Stellungnahme. Diese Alternative sei nicht geprüft worden. Die DB Energie habe zur Betankung über die Zugstrecke lediglich mitgeteilt, dass dies einen erhöhten Flächenverbrauch erfordere, da mit einem Kesselwagen eine deutlich größere Menge Kraftstoff bevorratet werden könne. „Dass dies gleichzeitig zu weniger Lkw-Verkehr und damit einer Entlastung der Bevölkerung der Stadt Weil am Rhein verbunden ist, versteht sich von selbst“, schreibt die Stadt.

Außerdem stimme die Stadt nach wie vor einer halbseitigen Sperrung der Unterwerkstraße über einen längeren Zeitraum für die Baustelleneinrichtungsfläche nicht zu, berichtete die Amtsleiterin. Diese lasse sich vermeiden, wenn die DB Fernverkehr die Gleise ihrer Kollegen von DB Infra Go nutzen würde, heißt es in der städtischen Stellungnahme.

Grüne Rankgerüste sind möglich

Die Schallschutzwände könnten zwar selbst nicht begrünt werden, da diese regelmäßig inspiziert werden müssten. Rankgerüste vor den Wänden seien aber möglich. Diese Idee heiße die Stadt gut.

Darüber hinaus habe die DB Fernverkehr zugesagt, dass nachts keine Prüfung der akustischen Signaleinrichtungen stattfinde. Die Stadt bittet um Aufnahme in die Planfeststellung. Die Bahn habe außerdem zugesagt, die Kosten für den „neuen“ Spielplatz „Im Rad“ übernehmen – der alte fällt der Baumaßnahme zum Opfer –, die Verwaltung fordert aber zudem, dass auch wieder ein Bolzplatz hergestellt wird.