Der Hundeübungsplatz in Wellendingen wird künftig vom Albverein bewirtschaftet. Foto: /Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Bürger wollten den Hundeübungsplatz in Wellendingen erhalten, doch die Gemeinde setzt künftig auf eine Vereinsnutzung.

Der Hundeübungsplatz auf dem Weilenberg in Wellendingen war bislang verpachtet. Aufgrund des Todes des bisherigen Pächters kündigte die Gemeindeverwaltung den Pachtvertrag zum 31. Dezember 2025. Nun stellt sich für den Gemeinderat in der jüngsten Sitzung die Frage, wie die Fläche künftig genutzt werden soll.

 

Bereits im Jahr 2001 hatte der damalige Bürgermeister der Jägerschaft zugesichert, dass der Platz nach Ablauf des Pachtverhältnisses an diese übergehen solle. Die Gemeinde nahm daraufhin Kontakt mit der Jägerschaft auf. Diese erklärte jedoch, dass kein Interesse an der Fläche bestehe.

Zwischenzeitlich hatten Bürger einen Antrag gestellt, den Platz weiterhin als Hundeübungsplatz zu erhalten. Die Gemeinde verfolgte jedoch den Gedanken, dass der Albverein Wellendingen Interesse an der Nutzung der Fläche haben könnte. In vorausgegangenen Gesprächen mit dem Vereinsvorsitzenden sei deutlich geworden, dass beim Albverein Wellendingen Interesse an einer Nutzung durch den Verein bestehe, erklärte Bürgermeister Thomas Albrecht.

Verein steht über Einzelinteresse

Er erklärte, dass aus seiner Sicht das Interesse eines Vereins über dem Einzelinteresse stehe. Dem stimmte der Gemeinderat mit einer Enthaltung zu.

Albrecht verdeutlichte außerdem, dass es sich hierbei nicht um einen langfristigen Pachtvertrag handle. Zudem behalte sich die Gemeinde ein Rückgriffsrecht vor, falls sich zeigen sollte, dass die Nutzung nicht funktioniere.

Den anwesenden Bürgern, die den Antrag gestellt hatten, wurde mitgeteilt, sie könnten einen Verein gründen. Sollte dieser über mehrere Jahre bestehen, könne erneut darüber gesprochen werden, ob die Fläche oder eine andere Fläche künftig als Hundeübungsplatz an den Verein verpachtet werden könne.

Konfliktpotenzial

Aus dem Gremium kam zudem der Vorschlag einer gemeinsamen Nutzung des Platzes. Bürgermeister Albrecht sieht hierbei jedoch ein erhöhtes Konfliktpotenzial.