Die Erhöhung der Hundesteuer in Rangendingen sieht ein Leser kritisch. Foto: Christophe Gateau/dpa

Zum Thema Hundesteuer in Rangendingen eine Lesermeinung von Dieter Schilling aus Rangendingen.

Mit großem Erstaunen höre ich von der Erhöhung der Hundesteuer um 76 Prozent von 85 auf 150 Euro. Dies ohne eine nachvollziehbare sachliche Begründung.

 

Da die Hundesteuer als Lenkungssteuer fungiert, und damit auch die Anzahl der Hunde reguliert und dezimiert werden soll, wäre es doch wohl die Aufgabe der Gemeinderäte und des Bürgermeisters, öffentlich bekannt zu geben, warum die Anzahl reduziert werden soll.

Oder will der Gemeinderat durch diese Aktion mehr Geld in die Gemeindekassen lenken? Wen dies so wäre, wer ist dann als Nächstes dran?

Es gibt auch die Möglichkeit, eine Pferde- oder Katzensteuer zu erlassen.

Gibt es eine Kosten-Nutzen-Rechnung: Steuereinnahmen gegenübergestellt den genauen Kosten durch die Hundehaltung in Rangendingen? Welche Schäden sind zum Beispiel durch die Rangendinger Hunde im letzten Jahr entstanden? Wie viele Rehe sind tatsächlich durch Rangendinger Hunde gejagt worden, oder war es nicht doch der Wolf?

Welche Schäden sind zum Beispiel durch Hunde, die nicht in Rangendingen gemeldet sind, in Rangendingen entstanden?​

Was ist mit dem Befangenheitsgrundsatz, wenn Gemeinderäte davon profitieren, da sie selbst Hunde halten, aber sich als Jäger von der Hundesteuer befreien lassen? Haben sich diese Gemeinderäte bei der Abstimmung enthalten? Aus Solidarität zur Gemeinde und zu den anderen Hundehaltern könnten Sie doch auf die Befreiung verzichten.​

Warum werden nicht noch mehr Hundestationen aufgestellt?

Wenn der Bürgermeister und diverse Gemeinderäte ihr Verhalten als demokratisch und als Politik für die Bürger verstehen, führt dies nur zu noch mehr Frust und Politikverdrossenheit.

Dieter Schilling, Rangendingen

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