Auch für diesen Loßburger Hund wird die Steuer im neuen Jahr teurer. Foto: Carolin Schöffler

Loßburg erhöht zum 1. Januar 2026 die Hundesteuer. Wie teuer es werden soll und wie hoch die Hundesteuer in anderen Gemeinden im Landkreis Freudenstadt ist.

Das neue Jahr rückt näher und bringt nicht nur alte Feuerwerksdebatten und neue Vorsätze mit sich, sondern auch eine höhere Hundesteuer. In der Gemeinde Loßburg wird es für Hundehalter dann ein wenig teurer.

 

Die neue Satzung hierfür wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung einstimmig beschlossen und tritt zum 1. Januar 2026 in Kraft.

Anlass hierfür seien sich verändernde Rahmenbedingungen wie der Anstieg der Kosten für die kommunale Infrastruktur gewesen, heißt es in der Sitzungsvorlage. Alexander Hoffarth, Leiter der Finanzverwaltung, stellte in der Sitzung die geplanten Zahlen vor.

Einen Euro mehr im Monat

Ab dem neuen Jahr steigt die Hundesteuer dann für den Ersthund von 108 auf 120 Euro – oder wie Bürgermeister Christoph Enderle es dem Gemeinderat vorrechnete: Um exakt einen Euro im Monat. Ein recht überschaubarer Betrag.

Jeder weitere Hund kostet dann wie gehabt das Doppelte des Ersthundes. Damit erhöht sich der Steuersatz von 216 auf nun 240 Euro. Für den ersten Kampfhund bleibt es hingegen bei 600 Euro, für jeden weiteren beim Doppeltem. Das liegt weniger an politischen Grundsatzfragen, als schlicht daran, dass es im ganzen Gemeindegebiet nur etwa zwei der Sorte gebe.

5000 Euro Mehreinnahmen erwartet

Für die Gemeinde selbst sieht die Rechnung jedoch ganz anders aus: Durch die kleine Erhöhung sollen jährlich rund 5000 Euro an erwarteten Mehreinnahmen zusammenkommen.

Die Gemeinde würde sich laut Sitzungsvorlage mit den neuen Steuersätzen in den Durchschnitt der Landkreiskommunen einfinden. Auch weitere Gemeinden hätten bereits oder planten derzeit eine Anhebung der Steuersätze.

Vergleich zum Landkreis Freudenstadt

Doch wie hoch ist die Hundesteuer in anderen Gemeinden im Landkreis? Tatsächlich erheben einige Gemeinden, wie die Stadt Horb, denselben oder einen ähnlichen Hundesteuersatz wie Loßburg ab dem neuen Jahr.

In Freudenstadt, Pfalzgrafenweiler und Baiersbronn liegt der Steuersatz für den Ersthund bei 108 Euro. Auch dort kostet jeder weitere Hund das Doppelte.

Die geringste Hundesteuer zahlen Halter in Glatten mit 80 Euro, Schopfloch mit 96 Euro und Empfingen mit 102 Euro für den Ersthund.

Am tiefsten in die Tasche greifen, müssen hingegen Hundehalter aus Eutingen im Gäu. Dort wird ein Steuersatz von 132 Euro für den Ersthund, und 275 Euro für jeden weiteren Hund erhoben.

So teuer ist die Steuer für Kampfhunde im Kreis

Und wie sieht es bei den Kampfhunden aus? In vielen Gemeinden im Kreis, so wie nun auch in Loßburg, werden 600 Euro für den ersten und 1200 Euro für jeden weiteren Kampfhund fällig.

Günstiger kommen Kampfhundehalter in Glatten mit 400 Euro, Baiersbronn mit 468 Euro und Eutingen im Gäu mit 550 Euro für den Ersthund und jeweils dem Doppelten für jeden weiteren Hund weg.

Den höchsten Steuersatz für Kampfhunde erheben hingegen die Kommunen Empfingen mit 720 Euro und Horb mit 700 Euro für den Ersthund. Auch hier wird für jeden weiteren Hund das Doppelte fällig.

Laut der Sitzungsvorlage des Gemeinderats sei auch in Schopfloch bereits eine Erhöhung der Hundesteuer in Planung. Auch Empfingen denke eventuell über eine Erhöhung der Steuersätze nach.