Hunde bringen Besitzer in Bewegung und sind ebenso wie Katzen für die psychische und mentale Gesundheit von hohem Wert Foto: Dyrefotografi.dk - stock.adobe.com

Zur Erhöhung der Hundesteuer in Donaueschingen hat unser Leser Dietmar Göbel die folgende Meinung.

Rundet man die Zahlen in dem Artikel bei jährlichen Kosten der Hunde für die Stadt von 28 000 Euro, den bisherigen Gebühren und neu zu erwartenden Einnahmen von nun 155 000 Euro, erhält die Stadt von den Hundebesitzern bereits jetzt ein sattes Plus.

 

Warum also die Steuererhöhung ohne Tierwohl- oder Bürger-Nutzen? Warum nicht von Hundebesitzern, die keinen Hundeführerschein haben oder machen, oder die ihren Hund nicht in mindestens 20 Hundeschulstunden gegenüber anderen Hunden, Menschen und Straßenverkehr sozialisieren, eine erhöhte Steuer verlangen? Oder eine erhöhte Steuer für Besitzer von Qualzuchtrassen? Dies würde den Tieren und den Bürgern etwas bringen. Und dann diese Mehreinnahmen dem Tierheim zur Verfügung stellen, nicht etwa als Lückenfüller für anderen Geldbedarf. Hunde jedweder Größe fordern von verantwortlichen Besitzern mindestens 10 000 Schritte auf den „Gassirunden“, was ich als Arzt im Sinne der Bürgergesundheit und dem Schutz vor Zivilisationserkrankungen einschließlich Krebs nur begrüßen kann. Hunde sind ebenso wie Katzen für psychische und mentale Gesundheit von hohem Wert.

Schutz vor Zivilisationserkrankungen

Wenn die Stadt also bereits ein „Plus“ von Hundebesitzern erhält und noch mehr Geld fordert, trifft sie die ärmeren Hundebesitzer, spaltet die Bürger zwischen „Geschieht denen Recht“ und „Das lass ich mir nicht gefallen, das bekommt ihr zurück“, tut nichts für das Tierwohl oder für den Umgang/das Benehmen von Hunden in der Stadt und treibt letztlich nur Geld für andere Projekte ein. Von der Logik her somit eine Repressalie ohne Benefit für Tiere oder die Bürger.

Dietmar Göbel, Donaueschingen

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