Gäste der Breisgau-Spritztour erhalten an den Stationen jeweils einen kleinen Schluck Wein ihrer Wahl. Foto: Decoux

Die in den ersten beiden Jahren ausverkaufte Veranstaltung geht in die dritte Runde und will neue Akzente setzen. Erstmals sind etwa Mahlberg und der Weinhof Mauch in Sulz dabei.

Wer in Sachen Weinkultur nicht ganz so firm ist, mag sich über den Titel wundern: Die Breisgau-Spritztour führt nämlich auch in diesem Jahr ausschließlich durch die politische Ortenau. Beim Weinbau zählt die Region jedoch zum Breisgau. So hat sich der Name etabliert und die Veranstaltung soll ein drittes Mal zum Erfolg werden.

 

Veranstalter ist erneut die Breisgauer Wein GmbH, deren Geschäftsführerin Claudia Handke bei einem Pressegespräch im Ettenheimer Weingut Weber die Neuigkeiten der diesjährigen Tour vorstellte. „Wir haben die Zeiten etwas verkürzt“, sagt sie. Offiziell geht das Weingenuss-Event am Sonntag, 21. Juni, von 11 bis 17 Uhr. Das erleichtere die Organisation. Ansonsten habe sich das Konzept mittlerweile bewährt: An sechs verschiedenen Stationen bieten zahlreiche Winzer aus der Region ihre Weine an und die Gäste können sie nach Belieben verkosten. Sieben Shuttle-Busse werden etwa im Halbstundentakt unterwegs sein, um die Weinliebhaber von Station zu Station zu bringen.

Neu sind in diesem Jahr vor allem die Stationen. Der Europa-Park, die Gemeinde Kippenheim und das Weingut Wöhrle in Lahr sind nicht mit dabei. „Das bringt etwas Abwechslung rein“, meint Handke. Den Ort des Pressegesprächs hat sie nicht willkürlich ausgewählt, denn im Weingut Weber wird die Breisgau-Spritztour dieses Jahr um 10 Uhr eröffnet. Die Gäste können ihre Tour jedoch ganz individuell beginnen, sagt die Geschäftsführerin. An den anderen Stationen werden um 11 Uhr die ersten Weine ausgeschenkt.

Busse halten an Bahnhöfen Ringsheim und Lahr

Wer im Weingut Weber startet, kann per Bus als nächste Station den Ringsheimer Rathausplatz erreichen. Weiter geht es zum Oberrheinischen Tabakmuseum nach Mahlberg, von dort zum Weinhof Mauch im Lahrer Stadtteil Sulz. Über das Weingut Lothar Schwörer in Schmieheim und die WG Münchweier-Wallburg-Schmieheim in Münchweier geht es wieder zum Weingut Weber – und dann beginnt die Tour von neuem. Unterwegs halten die Busse am Bahnhof in Ringsheim und in Lahr sowie am Bürgerhaus in Kippenheim, wo es in den vergangenen Jahren noch eine richtige Station gab. Damit sollen möglichst viele Zustiegsmöglichkeiten geschaffen werden, sodass die Gäste gar nicht erst auf die Idee kommen, das Auto zu nehmen.

An den Stationen wird den Gästen, die ein Ticket für 49 Euro gebucht haben, jeweils für fünf Euro Pfand ein Weinglas ausgehändigt. An den verschiedenen Ständen schenken ihnen die Winzer dann jeweils ein Schlückchen Wein oder Sekt ein. Rund 100 Sorten – darunter auch alkoholfreie – gibt es zu probieren. Wer nur an einer Station Interesse hat und nicht mit dem Bus fahren möchte, kann sich vor Ort ein Stationsticket für 15 Euro kaufen.

Verschiedene kulinarische Angebote

Für Kulinarik ist ebenfalls gesorgt: In Ettenheim gibt es „Webers Weck“ verspricht Annika Weber vom Weingut. In Ringsheim tischt die Metzgerei Tischler auf, in Mahlberg sorgt der Förderverein des Tabakmuseums für Kaffee und Kuchen. In Sulz gibt es Burger, in Schmieheim Flammkuchen, in Münchweier Brasilianisches. Speisen sowie andere Getränke als Wein sind jedoch nicht im Preis enthalten. An jeder Station gibt es auch Toiletten.

Freuen sich schon auf die Breisgau-Spritztour (von links): Annika Weber, Pascal Weber und Claudia Handke. Foto: Köhler

Für Ringsheims Bürgermeister Pascal Weber, der beim Pressegespräch für die teilnehmenden Kommunen sprach, ist die Breisgau-Spritztour ein „Mehrklang“ folgender Aspekte: Den Tourismus stärken und den Feriengästen in der Erlebnisregion etwas bieten, die Winzer bei der Kundengewinnung unterstützen, die Aufmerksamkeit auf den Weinbau und den „Erhalt unserer wunderschönen Landschaft“ lenken und den Einheimischen eine schöne Veranstaltung zu bieten. „Jeder findet seinen Wein“, verspricht Ringsheims Rathauschef. Er macht darauf aufmerksam, dass an den Stationen auch musikalisch etwas geboten sein wird

Laut Claudia Handke ist bereits ein Drittel der 600 Tickets vergriffen. Auch wenn es im vergangenen Jahr zum gleichen Zeitraum mehr waren, ist sie überzeugt, dass die Karten auch dieses Jahr weggehen werden. „Die Breisgau-Spritztour hat sich zu einem echten Publikumsliebling entwickelt.“

Weitere Infos und Tickets

Weitere Informationen zur diesjährigen Breisgau-Spritztour und den Stationen sowie eine Übersicht der teilnehmende Winzern gibt’s online unter www.breisgau-spritztour.de. Auf dieser Seite sind auch die Tickets für 49 Euro pro Person buchbar.