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"Hundeartige Wesen" gesichtet Ist ein Wolfsrudel im Nordschwarzwald unterwegs?

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Die Tiere sollen ein hellbeiges Fell gehabt haben. (Symbolfoto) Foto: dpa

Einer Autofahrerin sind zwischen Pfalzgrafenweiler und Egenhausen drei "hundeartige Wesen" aufgefallen. Nach einem Bildvergleich zuhause, hätten es auch Wölfe sein können. Was das Landratsamt Freudenstadt zu dieser Vermutung sagt, das lesen Sie in unserem (SB+)-Artikel.

Kreis Freudenstadt - Die Beobachtung hat Sabrina Thiel aus Haiterbach-Unterschwandorf bei einer Autofahrt zwischen Pfalzgrafenweiler und Egenhausen gemacht. Am Waldrand gegenüber der Abzweigung Richtung Bösingen habe sie die drei Tiere laufen sehen. Von Menschen oder Fahrzeugen sei dort weit und breit nichts zu sehen gewesen. Zuhause habe sie umgehend im Internet recherchiert und sich Wolfsbilder angeschaut. "Genau so sahen sie von weitem aus", sagt sie.

"Schlaksig und groß"

Die drei Tiere hätten ein hellbeiges Fell gehabt und seien mit Richtung Boden geneigtem Kopf "recht zügig" hintereinander den Waldrand entlang gelaufen, jeweils mit etwa fünf Metern Abstand. Sie seien von der Statur her "schlaksig und groß" gewesen.

Wölfe, andere Tiere oder doch nur Hunde? Meldungen wie diese müssten stets ernst genommen werden, sagt Peter Daiker, Wildtierbeauftragter des Landkreises. Doch dass es sich um drei Wölfe gehandelt haben könnte, hält er für sehr unwahrscheinlich. "Man kann Dinge nie ausschließen. Es kann sein, aber es spricht alles dagegen", sagt er. Beispielsweise, dass sich die Tiere gegen 9 Uhr in Straßennähe befanden. Das klinge ungewöhnlich. "Wenn drei Wölfe hier wären, dann würde es sehr schnell auffallen", fügt er an. Sie müssten auch etwas fressen. Entsprechend viele gerissene Tiere müsste es dann geben.

Bislang nur ein Nachweis

Im Nordschwarzwald gibt es momentan nur einen eindeutig nachgewiesenen Wolf, erklärt er. Er ist als "GW 852m" bekannt und bereits über eine längere Zeitspanne im Nordschwarzwald resident. "Er wurde zum ersten Mal im November 2017 in Bad Wildbad eindeutig nachgewiesen. Seit 2015 gab es immer mal den Nachweis eines Wolfes in Baden-Württemberg", so Daiker. Laut Umweltministerium Baden-Württemberg datiert der bislang letzte eindeutige Nachweis von "GW 852m" vom 29. Juli in Gernsbach.

Insgesamt gebe es in Baden-Württemberg zwei weitere eindeutig nachgewiesene Wölfe: "GW 1129m" im Südschwarzwald und "GW 1832m" im Odenwald.

Für Hinweise dankbar

Peter Daiker ist dankbar für Meldungen wie die von Sabrina Thiel. Wer etwas beobachtet, soll sich an den Wildtierbeauftragten des Landkreises unter Telefon 07441/920 50 77 wenden. Dann könnten die Behörden Hinweise vor Ort überprüfen und Genproben sichern. Alternativ kann ein Hinweis auch direkt bei der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) gemeldet werden, die unter den Nummern 0761/401 82 74 und Mobil 0173/604 11 17 ein Bereitschaftstelefon rund um die Uhr geschaltet hat.

Derweil hat das Umweltministerium Baden-Württemberg am Donnerstag mitgeteilt, dass die Entschädigungsregelungen für Nutztierhalter vereinfacht wurden.

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