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Hunde nicht gemeldet Waldachtal will Steuer-Betrug stoppen

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An der Hundesteuermarke lässt sich erkennen, dass für einen Hund die Hundesteuer bezahlt wurde. Nicht gemeldete Hunde sollen nun über eine externe Firma erfasst und die Hundebesitzer zur Verantwortung gezogen werden. Foto: Wagner

Waldachtal-Salzstetten - Allein die Formulierung des Tagesordnungspunktes "Hunde zählen" klang schon ein wenig außergewöhnlich. Noch kurioser oder gar absurd klang für die Ortschaftsräte aus Salzstetten jedoch der Vorschlag der Gemeinde, welcher in die Beratung zu dem Tagesordnungspunkt mit einfloss.

Ortsvorsteher Friedrich Hassel gab zuvor in der jüngsten Sitzung des Gremiums bekannt, dass vereinzelte Hundebesitzer in der Gemeinde mehr als zwei Hunde besitzen würden. Es bestehe der Verdacht, dass nicht alle dieser Vierbeiner der Gemeinde gemeldet wurden, weshalb die Kommune nun eine Zählung der Hunde in Waldachtal veranlassen will.

Freiwillige unterstützen

Die Gemeindeverwaltung schlug vor, dass eine externe Firma mit der Organisation beauftragt wird, um die Zählung der Hunde durchzuführen. Die Firma arbeite provisionsabhängig und würde ferner auf freiwillige Unterstützungskräfte zurückgreifen. Ungeklärt sei noch, wer diese freiwilligen Helfer sein könnten. "Vorgeschlagen wurden die Ortschaftsräte", verriet Hassel seinem Gremium.

Ferner wurde angeregt, dass eine gedankliche Liste von den Räten erarbeitet werden könne, um diese mit der Verwaltung abgleichen zu können. Alle weiteren Schritte sollen über die externe Firma eingeleitet werden.

Hassel wies darauf hin, dass eine jüngst erfolgte Abfrage hinsichtlich der Mischlingshunde in der Gemeinde der Klassifizierung von Kampfhunden diente. Dies sei von dem Tagesordnungspunkt losgelöst – ein Zusammenhang zum Thema Hundesteuer bestehe nicht.

Datenschutz beibehalten

Hassel widersprach dem jedoch auch mit seiner Vermutung: "Es könnte ja auch sein, dass jemand nur seinen ›braven‹ Hund gemeldet hat und den anderen Hund nicht. Mir fallen auf Anhieb vier Kampfhunde in Salzstetten ein."

Rat Markus Fischer wollte erfahren, warum die Verwaltung ihre Liste der Hundebesitzer nicht zum Abarbeiten zur Verfügung stellt. Hassel gab zu verstehen, dass dies aufgrund des Datenschutzes nicht möglich sei.

Für Rat André Bischof klang es absurd, dass die Ortschaftsräte quasi von Haus zu Haus laufen und die nicht gemeldeten Hunde erspähen sollten. "Ich finde das eine absolute Frechheit, dass man die Ortschaftsräte auf die Leute loslassen will", machte Bischof seinen Standpunkt deutlich.

"Darum soll sich die externe Firma kümmern. Die haben eine ganz andere rechtliche Handhabe", schlug Bernd Schittenhelm vor. Dem schlossen sich auch die übrigen Räte einstimmig an.

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