Der Entwurf der Hülschenmatthalle mit dem neuen Anbau. Foto: zVg/Schadt Architekten

Rudi Wassmer und Michael Schwald freuen sich, dass es nun endlich losgeht mit der Errichtung des Anbaus an die Hülschematthalle.

Mit einem kleinen Spatenstich haben Ortsvorsteher Rudi Wassmer und sein Stellvertreter Michael Schwald am Mittwochabend den Bau des neuen Anbaus an die Hülschematthalle in Eichen eingeleitet. Mit dem Bau muss in diesem Jahr noch begonnen werden, sonst erhalten die Bauherren keine Fördermittel. „Wir sind froh, dass es anfängt“, sagte Rudi Wassmer. Neben der Halle wird ein zweigeschossiger, gleich hoher Anbau wie die Halle errichtet. Im Erdgeschoss werden WCs, darunter auch ein Behinderten-WC, untergebracht, sowie eine Sommerküche und Funktionsräume. Das Obergeschoss beherbergt einen 105 Quadratmeter großen Saal, in dem sich kleine Gruppen treffen können. Zunächst wird der Boden neben der Halle ausgegraben und der Öltank herausgenommen. Dann kommen Kies, eine Dämmung und eine Bodenplatte auf die Fläche. Der Ahornbaum auf der Wiese muss dem Anbau noch weichen.

 

Der kleine Neubau hat einen Aufzug, um auch Rollstuhlfahrern eine Teilhabe an den Dorfveranstaltungen zu ermöglichen. In der alten Halle führt nur eine geschwungene Treppe zum großen Saal, es bedarf einer großen Kraftanstrengung, um den Mobilitätseingeschränkten die Treppe hoch zu tragen. Dort, wo jetzt die Toiletten sind, werden sowohl im Erd- als auch im Obergeschoss Durchbrüche zum Neubau geschaffen.

1,5 Millionen Euro Förderung

Gefördert wird das Projekt von den Programmen „Entwicklung Ländlicher Raum“ (ELR) mit einer Million Euro und vom Ausgleichsstock mit einer halben Million Euro. Der städtische Anteil beträgt zwei Millionen Euro. Eichen spendet Dinge wie die Veranstaltungstechnik, die Ausstattung der Küche, Mobiliar, Mikrofone und Beamer.

Eichens Ortsvorsteher Rudi Wassmer (links) und sein Stellvertreter Michael Schwald freuen sich, dass mit der Errichtung des Anbaus an die Hülschematthalle begonnen wird. Foto: Christoph Schennen

Das neue Gebäude bekommt eine Pelletheizung. Auch die Hülschematthalle, die in den sechziger Jahren errichtet wurde, wird saniert und bekommt eine neue Lüftung und eine Dämmung für die Hülle. „Das Dach wurde zuletzt 1990 erneuert“, sagte Wassmer. Derzeit wird die Gebäude mit Gas geheizt. Die Fluchttreppe an der Außenfront, die bei einem Brand die Leute aus dem Obergeschoss evakuiert, wird entfernt. Eine Fluchttreppe wird an die am Spielplatz gelegene Giebelseite gesetzt. Geschaffen wird auch ein Fluchtausgang von der kleinen Turnhalle im Souterrain ins Freie. Laut dem Plan des Büros Schaudt aus Konstanz, das den Architektenwettbewerb gewonnen hat, zieht sich ein Laubengang vom Neubau bis zum Ende der Hallenfront über das Obergeschoss. Das Relief, das an der Giebelseite zur Grünfläche befestigt ist, wird nicht entsorgt, versichert Rudi Wassmer. Auf die rechteckige Steinplatte sind das Schlössle, der Eiemer See und Motive aus der Landwirtschaft eingehauen.

Neue Dorfmitte

Mit dem Anbau schafft man eine neue Dorfmitte, in der das gesellige Dorfleben stattfindet. Das alte Rathaus an der Webergasse, dessen Erdgeschoss über eine Treppe erschlossen wird, soll verkauft werden. Nebenan liegt das Dorfstübli, der derzeitige gesellige Treffpunkt zahlreicher Gruppen.

Mit dem Erlös aus dem Verkauf des Rathauses soll der Neubau finanziert werden. Der Vorteil des Plans von Schaudt Architekten, war, so Michael Schwald, dass der bisherige Parkplatz unverändert erhalten bleibt. Bei den anderen Entwürfen wurde die Parkplatzfläche in die Umgestaltung des Areals einbezogen. Der Neubau soll bis Ende 2027 fertig gestellt sein.