Sabine Thoms mit ihren Hühnern. Die Hühnerhaltung möchte sie nicht mehr missen. Foto: Siegmeier

Das Federvieh ist Sabine und Arnold Thoms ans Herz gewachsen. Die Beiden bekochen ihre Hühner sogar – und das hat durchaus Gründe.

Luna, Vroni, Blümchen, Flöckchen und die anderen Hühner und Hähne genießen die Frühlingssonne im Garten, picken hier und da, oder sie dösen gechillt im Blumenbeet. Andere sitzen im Hühnerhaus und legen gerade ihre Eier.

 

Seit der Pandemie ist der Garten von Arnold und Sabine Thoms zu einem wahren Hühnerparadies geworden. Unter Büschen und Hecken finden sie Schutz vor der Sonne, in den Beeten und Erdinseln baden sie gerne und voller Wonne, und auch sonst scheint sich die muntere und bunte Schar hier richtig wohlzufühlen.

Dackel Carlo spielt mit

Und wenn die Terrassentür offensteht, dann statten die Tierchen Hühner-Mama Sabine schon mal einen Besuch im Wohnzimmer ab. Doch die stört das gar nicht: im Gegenteil. Sie liebt das Federvieh. Allenfalls Dackel Carlo könnte ihnen ein wenig Angst einjagen, wobei er die Hühner nicht jagt, sondern sie eher „abschleckt“, wie Sabine Thoms lachend erzählt. Außer den knapp 20 Hühnern und Dackel Carlo zählen noch zwei Kanarienvögel zum Haushalt.

Die Hühner sind das Ein und Alles von Sabine Thoms. „Die haben bei uns echt Familienanschluss“, gibt sie zu. Neben dem klassischen Hühnerfutter bekommen sie einmal pro Woche frisch gekochtes Essen. Gekochte Suppennudeln mit frischen Kräutern wie Thymian und Petersilie, Zwiebeln und Knoblauch stehen dann auf dem Speiseplan.

Austausch hilft

„Knoblauch ist gut für das Immunsystem“, weiß Thoms. Ihr Wissen über die Hühner hat sie sich über die Zeit angelesen, oder über den Geflügelzuchtverein Schramberg erfahren, bei dem sie Mitglied ist. „Hier gibt es einen tollen Austausch“, sagt sie.

Aber wie kommt man in einer normalen Wohnsiedlung darauf, Hühner zu halten? „Das waren meine Kollegen“, sagt sie. Das sei etwas für ihren Mann im Ruhestand, waren sie überzeugt. Und das „Projekt“ war geboren. Ein Hühnerhaus wurde gekauft, ebenso vier Hühner. Doch schnell wurden es mehr – aus Tierrettung, Tierheim und eigener Zucht. Sabine Thoms ist jedenfalls ganz im Glück mit ihren Tieren. Die Nachbarn seien ebenfalls damit einverstanden. „Hühner sind so etwas Liebes und sehr soziale Tiere“, schwärmt sie. Und auch das Eierfach im Kühlschrank ist mit Eiern verschiedener Größen immer gut gefüllt.

Ruhetag ist eingepreist

Doch auch Hühner haben mal einen Ruhetag, an dem sie kein Ei legen. Das ist für Sabine Thoms völlig in Ordnung. Wenn sie in den Garten kommt, dann kommen die Hühner schon freudig angerannt.

Wenn sie getrocknete Mehlwürmer, die Leibspeise der Tierchen, dabeihat, erst recht. „Die fressen mir sogar aus der Hand“, sagt sie stolz. Die Hühnerhaltung möchte sie nicht mehr missen.

Übrigens: „Glückliche Hühner machen glücklich“, heißt ein Workshop bei der VHS, bei dem Dozentin und Hühnerexpertin Anja Schmidt den Teilnehmenden einen Einblick in die Welt der Hühner gibt. Der Workshop findet am 13. Juni von 14 bis 16 Uhr statt. Anmelden kann man sich über die Volkshochschule Rottweil.