Um Abwassergebühren ging es in der Hüfinger Gemeinderatssitzung. Foto: Gerten

Toilettenspülung spült Ärger ins Haus. Mundelfinger wirft Bürgermeister Knapp Wortbruch vor.

Hüfingen - Über die gesplittete Abwassergebühr ist in der Hüfinger Gemeinderatsitzung diskutiert worden.

Regenwasser aus Zisterne für Spülung

Ein Bürger aus Mundelfingen, der das Regenwasser aus einer Zisterne für die Toilettenspülung nutzt, hatte einen Bescheid bekommen, dass er dort eine Wasseruhr zur Ermittlung der Abwassermenge anbringen solle. Er wollte sich nicht damit abfinden und warf Bürgermeister Anton Knapp Wortbruch vor. Dabei berief er sich auf eine Informationsveranstaltung vom Oktober 2011, in der Knapp geäußert haben soll, dass die Grundlage zur Ermittlung der Abwassergebühr die Trinkwassermenge bleibt.

Bereits im April 2012 sei eine Gebühr für Schmutzwasser auf Niederschlagswasser erhoben worden, solange es im Haushalt benutzt werde.

Nach Worten von Bürgermeister Knapp sei dies zunächst nicht geplant gewesen. Nachdem die Rückmeldungen erfolgt waren, seien Mengen herausgekommen, mit denen man nicht gerechnet habe. Dieses Wasser laufe ebenfalls in die Kanalisation und fließe in die Gesamtberechnung mit ein. Wenn man es nicht berechne, müssten es die anderen Bürger mit bezahlen. Dies sei rechtlich nicht in Ordnung.

Fürderer: Bisher keine Berechnung

Stadtbaumeister Ewald Fürderer argumentierte, bisher sei noch nichts berechnet worden, und der Mundelfinger habe bis jetzt einen Vorteil ­gehabt. Außerdem werde dieser Teil des Abwassers mit einem geringeren Satz abgerechnet.