Parkgebühren bei Großveranstaltungen in Hüfingen wird es wohl auch künftig geben. Beim "Pfännle" am vergangenen Wochenende sorgten die eingezogenen zwei Euro bei manchem Festbesucher für ein langes Gesicht. Foto: Filipp

Zwei Euro sorgen für lange Gesichter. Hauptamtsleiter verteidigt Maßnahme als notwendig.

Hüfingen - Parkgebühren sind so unbeliebt wie irgendetwas. Bei so manchem sinkt die Festlaune. Doch diese Gebühren seien notwendig, verteidigt Hauptamtsleiter Horst Vetter die Maßnahme, die jüngst beim "Pfännle" für lange Gesichter sorgte.

Von "unnötig" bis "Abzocke" reichte das Vokabular der Bewertung der Gebühren durch Besucher der "Pfännle"-Veranstaltung. Immerhin trage man als Gast zum Umsatz bei einem solchen Fest bei.

Hauptamtsleiter Horst Vetter sieht indes die Geschichte von der pragmatischen Seite, schließlich fielen bei derartigen Großveranstaltungen, die überregional Gäste anlockten, Kosten der Bereitstellung der Infrastruktur an. Und zur Abdeckung dieser Kosten, unter anderem auch das Mähen der Wiese beim alten Festplatz vor der Freigabe als Parkraum, trügen die Gebühren bei. Dies praktiziere die Verwaltung nicht erst seit dem "Pfännle" sondern etwa auch an Fronleichnam, wenn der Große Blumenteppich gelegt wird. Die Entscheidung, bei derartigen Veranstaltungen Parkgebühren zu erheben, sei auf der Grundlage als "Geschäft der laufenden Verwaltung" getroffen worden.

Parkgebühren fließen an die Verwaltung

Eine Ausnahme stellten die Veranstaltungen der Heimattage dar. Da Bräunlingen sich wegen der dortigen vielen Parkflächen außerstande gesehen habe, Parkgebühren zu erheben, habe die Hüfinger Verwaltung gleichgezogen. Doch dies könne nicht die Regel sein. Ansonsten laufe die Verwaltung Gefahr, dass ihr bei hohen, den Haushalt belastenden Kosten für derartige öffentliche Veranstaltungen irgendwann vorgehalten werde, sie könne nicht kalkulieren.

Der Hauptamtsleiter verteidigt die für den ganzen "Pfännle"-Tag erhobenen zwei Euro je Fahrzeug, das auf der Wiese beim alten Festplatz abgestellt wurde, für bezahlbar. In etlichen Städten im Landkreis würden das komplette Jahr über im Rahmen der Parkraumbewirtschaftung weitaus höhere Beträge verlangt. Und zudem seien die Parkräume am Hüfinger Bahnhofsgelände und in der Adolph-Kolping-Straße kostenfrei gewesen.

Die Zufahrtstraßen zum Kernstadtbereich habe man am Sonntag frei von parkenden Fahrzeugen halten müssen, um Notfallzufahrten zu gewährleisten und nicht etwa, um die Festgäste zu zwingen, auf die gebührenpflichtige Wiese beim alten Festplatz auszuweichen, versichert Horst Vetter.

Die erhobenen Parkgebühren auf der etwas mehr als 1000 Fahrzeuge fassenden, städtischen Wiese fließen an die Verwaltung. Es handele sich um vielleicht 2000 bis 2500 Euro, die am Wochenende zusammengekommen seien, schätzt Horst Vetter, dem die Abrechnung bislang allerdings noch nicht vorliegt. Die Feuerwehr, mit der die Verwaltung eine Vereinbarung geschlossen habe, die Gebühren zu erheben und für die Sicherheit auf dem Parkgelände zu sorgen, erhalte hiervon einen gewissen Betrag.

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