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Hüfingen Klassischer Ruhestand nicht sein Ding

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Er ist politisch weiter aktiv und mit Projekten eingedeckt. Nur an seinem Sportpensum muss er noch arbeiten.

Hüfingen (wur). Anton Knapp, Alt-Bürgermeister von Hüfingen, ist heute, am 70. Geburtstag, mit seinem Leben zufrieden. "Ein klassischer Ruhestand war nie mein Ziel", sagt er.

Und so berät er Firmen wie Kommunen und mischt weiter mit in Kreistag und Regionalverband ebenso wie in der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik. Zeitlimit unbegrenzt. Ob er bei den Kommunalwahlen 2019 nochmals antreten möchte, hält sich der SPD-Politiker offen. Noch müsse er sich ja nicht entscheiden, lächelt er schelmisch. Es sei einfach schön, noch für Hüfingen und die Region tätig sein zu dürfen.

Das tat er in seinen 28 Amtsjahren als Bürgermeister zur Genüge. Die umgesetzten Projekte würden hier den Rahmen sprengen. Aufschlussreicher ist, wie der Pensionär die Bewertung seines Wirkens aufnimmt. Hat er eher "große Politik im Kleinen gemacht" oder "Hüfingen zur Stadt mit Zukunft"? Das zweite Attribut gefällt ihm besser. Denn es bedingt die freiwillige Absage an die große Politik. Bundespolitik auf dem SPD-Ticket: Das wäre mal eine Option gewesen; Knapp hat bewusst verzichtet. Weil in Hüfingen schon viele Dinge auf dem Weg waren und weil er mit Blick auf den Gestaltungswillen "lieber Pfarrer in Hüfingen als Mesner in Berlin" gewesen sei.

Der Gestaltungswille blitzte offenbar schon bei der ersten Hüfingen-Visite des Anwärters auf die Nachfolge von Max Gilly auf: In der Innenstadt muss etwas getan werden, so der Eindruck. Bei den ersten Umsetzungen stieß der neue "Rote" im tiefschwarzen Milieu auf skeptische Distanz.

Erst nach und nach spielte sich der Knapp’sche Dreischritt ein: Man nehme eine Idee, begeistere die Menschen und begleite das Projekt mit Durchhaltevermögen. Respekt erarbeitete sich der dreimal wiedergewählte Schultes mit "hundertfünfzigprozentigen Einsatz".

Den erreicht er mit Loslassen. "Vor jedem neuen Lebensabschnitt habe ich den letzten vorherigen abgeschlossen", so Knapp. Vor Hüfingen war es die Zeit als Lehrer und Kommunalpolitiker im Heimatort Muggensturm. Heute vermisst er die Hüfinger Stadtpolitik so wenig wie sein Büro im Rathaus. Doch kommt Sport im Fitnessstudio, mehrmals in der Woche feste Regel nach dem Job, heute zu kurz. Der Tagesablauf ist ein anderer und "zudem mag ich es inzwischen gerne, abends zuhause zu sein".

So bleibt der Siebziger ein kleiner Geburtstag mit kleinen Vorsätzen. Mehr Zeit mit den Enkeln, mehr Sport, vielleicht ein Ansatz zum eigenen künstlerischen Wirken, ein Verleger für das entstehende Sachbuch und Zeit mit seiner Frau für Reisen und Wandern. Groß gefeiert wird nicht. Im vergangenen Jahr stand im großen Rahmen "140 Jahre Anton und Gabi" an. Untertitel "25 gemeinsame Jahre". Ist ja auch wichtiger.

 
 

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