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Hüfingen Im Kindergarten bleibt das Licht an

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Der Kindergarten Hausen vor Wald schließt Ende des Monats. Schule und Vereine haben schon Ideen, wie sie künftig die Immobilie nutzen möchten.Wo sich heute die Spielanlagen des Kindergartens Hausen vor Wald befinden, soll demnächst ein Multifunktionsfeld das Sportangebot bereichern. Fotos: Bombardi Foto: Schwarzwälder Bote

In wenigen Tagen findet der Kindergarten St. Maria in Hausen vor Wald endgültig in den Geschichtsbüchern seinen Platz. Nach bald 100 Jahren schließt er seine Türen zugunsten einer modernen Kindertagesstätte.

Hüfingen-Hausen vor Wald. Diese nimmt in Behla Kinder im Alter von wenigen Monaten bis zur Einschulung auf. 23 Jahre war der Kindergarten im Untergeschoss des Bürgerhauses beheimatet und so mancher Hausener wird in Erinnerungen schwelgen, wenn er an die Zeit denkt, die er dort verbracht hat.

Doch um nicht allzu sehr in nostalgischen Gefühlen zu versinken, kümmerten sich Ortsverwaltung, Ortschaftsräte und die ebenfalls in ihrem Vereinsraum im Untergeschoss der Halle wirkende Musikkapelle um die Belegung der frei werdenden Räume für die Zeit nach der Kindergartenära.

Relativ schnell stand dabei fest, dass die Musikkapelle weiteren Raumbedarf anmeldet. Aktuell platzt ihr Proberaum aus allen Nähten. Die Musiker besitzen kaum Lagermöglichkeiten, geschweige denn einen Platz, um ihre Vereinsutensilien vernünftig zu lagern oder ihren Bestand an Partituren zu ordnen. In diesem Moment kam der Umzug des Kindergartens wie gerufen.

Unmittelbar an ihren Proberaum angrenzend, befindet sich in südlicher Richtung der jetzige Lager- und Abstellraum des Kindergartens. Da war es naheliegend, ihn der Musikkapelle zu übertragen. Nach dem endgültigen Abschied vom Kindergarten ist geplant, relativ schnell mit den dafür notwendigen Umbauarbeiten zu beginnen und über einen neu zu erstellenden Durchgang den Vereinsraum der Musikkapelle mit dem heutigen Lagerraum des Kindergartens zu verbinden.

Der Raumgewinn für die Musikkapelle soll den Weg für eine optimale Vereinsarbeit ebnen. Ortsvorsteher Hans-Peter Münzer spielt seit Jahrzehnten selbst in der Kapelle und ist froh, dass sich die Erweiterung des Probelokals auf diese Weise relativ einfach umsetzen lässt.

Doch auch für die anderen Räume und das Außengelände, die durch die Schließung des Kindergartens frei werden, ist die Nachfolge geregelt. Die Schellenberger-Schule meldete Bedarf an, sodass für die Immobilie der bisherige Nutzungszweck Bildung erhalten bleibt. Die Schulleitung und das Lehrerkollegium äußerten den Wunsch, den Raumbedarf zu optimieren.

Platz für Kreativraum und Musikzimmer

Der Auszug des Kindergartens kam wie gerufen. Und anstelle eines jahrelangen Leerstandes kehrt rasch wieder Leben ins Gebäude ein. "Dort ist geplant die Nachmittagsbetreuung anzubieten und das momentan im Dachgeschoss des Hauptgebäudes untergebrachte Musikzimmer einzurichten. Zudem soll ein Kreativraum entstehen, und die Förderung in Kleingruppen wird untergebracht", erläutert Ortsvorsteher Münzer die Planungen.

Deutlich schwieriger gestaltete sich die Suche nach einem neuen Verwendungszweck für das Außengelände. Die Initialzündung lieferten die Sportlehrer und der FC Hausen vor Wald, die an die beengten Raumkapazitäten für den Schulsport im Bürgerhaus und die Bedeutung von ausreichend Bewegung für Kinder und Jugendliche erinnerten. Der Vorschlag kam auf, das Außengelände mit einem Multifunktionssportfeld zu bereichern. Dieses ermöglicht auf einer Fläche von 20 mal 13 Meter Ballspiele aller Art und in der warmen Jahreszeit zwischen März und Oktober effektiven Schulsport. Außerhalb der Schulstunden könnten Kinder und Jugendliche das Feld in ihrer Freizeit nutzen. Anfangs hatte Münzer Bedenken, dass die Breite des Außengeländes für ein Multifunktionsfeld nicht ausreicht. Doch das städtische Bauamt unter Leitung von Leopold Jerger schob diese bei Seite und machte sich an die Planungen. Nun hofft Münzer, dass diese zu einem erfolgreichen Ergebnis führen. Im Haushalt sind für diese Maßnahme 80 000 Euro vorgesehen.

Im Kindergarten St. Maria stehen die Zeichen auf Abschied. 90 Jahre Geschichte, davon 23 Jahre an seinem jetzigen Standort im Untergeschoss des Bürgerhauses, enden Ende August. Zum Abschluss des Kindergartenjahres waren 25 Kinder dort untergebracht. Diese Gruppe zieht in der jetzigen Zusammensetzung in die neue Kindertagesstätte nach Behla.

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