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Hüfingen Gemeinsam über Grenzen

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Jetzt sind alle Baumaßnahmen klar: Die Lucian-Reich-Schule erhält anstelle des Querbaus ein Neubau und die Aula im westlichen Gebäude wird saniert. Archivfoto: R. Müller Foto: Schwarzwälder Bote

Jeder definiert seine persönliche Schmerzgrenze anders: Während es bei den Gemeinderäten meist das liebe Geld ist, ist es bei Franz Dury, Rektor der Lucian-Reich-Schule, die Pädagogik.

Hüfingen (jak). "Die Gemeinderäte gehen ganz schön an ihre Schmerzgrenze, was die Investitionen für die Lucian-Reich-Schule anbelangt. An uns soll es nicht scheitern. Wir werden im pädagogischen Bereich über die Schmerzgrenze hinaus gehen", erklärt der Schulleiter. Er werde den Kopf dafür hinhalten und höchstwahrscheinlich von Eltern, Lehrern und Kindern reichlich "Prügel einstecken" müssen.

Auch ein Verweis der Schulaufsicht könnte ihm drohen. Doch wichtig scheint Dury, dass die Schmerzgrenze nicht nur für die Stadträte gilt, sondern auch von der Schule ein deutliches Zeichen gesetzt wird.

Warum die ganze Diskussion? Wenig umstritten ist der neue Anbau. Er soll den Querbau ersetzen und 12,31 Millionen Euro kosten. Doch dabei bleibt es nicht, denn eigentlich war geplant, dass für den Übergang im westlichen Gebäude Lerninseln entstehen sollen. Schließlich müssen die Schüler auch irgendwo unterrichtet werden, wenn der Querbau abgerissen und der Neubau errichtet wird.

Doch ganz so einfach ist die ursprünglich angedachte Lösung nicht: Denn sowohl der Brandschutz als auch die klimatischen Bedingungen lassen es nicht zu, dass in der Aula einfach Lernzonen eingerichtet und dort Schüler unterrichtet werden.

685 000 Euro allein wären nötig, um die Aula für den langfristigen Aufenthalt für die Schüler umzubauen. Doch es gibt auch eine große Lösung: Das Dach und die Westfassade wären laut Planer ebenfalls in einem Zustand, der eine Sanierung möglich macht. Mit der Westfassade mit 467 000 und dem Dach mit 209 000 Euro würden bei der großen Lösung nochmals Kosten in Höhe von 1,4 Millionen Euro hinzukommen.

Nun hat Stadtbaumeister Rafael Grimm einen Fördertopf entdeckt. Über das Programm "Kommunale Sanierungsfonds Schulgebäude" könnten bis zu 50 Prozent gefördert werden. Allerdings gibt es bei der Sache mehr als einen Haken: Der Antrag muss bereits Ende März eingereicht werden, so dass den Stadträten die Möglichkeit verwehrt ist, den Umfang der Arbeiten am Bestandsbau noch einmal zu diskutieren. Außerdem gibt es noch keine Zusage, wann und ob der Zuschuss überhaupt bewilligt wird. Und es gibt auch keine Unbedenklichkeitsbescheinigung: Es muss mit den Bauarbeiten gewartet werden, bis die Entscheidung über den Zuschuss vorliegt.

Damit dem kommunalen Haushalt nicht die Chance auf eine 50-prozentige Forderung genommen wird, zeigt sich Schulleiter Dury kompromissbereit und hat eine Notlösung gesucht. So wird voraussichtlich im kommenden Schuljahr eine zehnte Klasse ein Behelfsquartier beziehen. Mit dem Abriss des Querbaus und der Errichtung des Neubaus soll somit sobald wie möglich begonnen werden. Die Aula im Bestandsbau – für diese Arbeiten hatten sich die Stadträte bereits im Januar ausgesprochen – soll erst einmal ruhen, bis eine Entscheidung über den Zuschuss gefallen ist.

Bleibt noch die Frage, in welchem Umfang der westliche Bestandsbau saniert werden soll: Nur die Aula oder sollte auch gleich noch das Dach und gar die Westfassade in Angriff genommen worden? Eine große Lösung hätte den Vorteil, dass auf der Dauerbaustelle Lucian-Reich-Schule anschließend etwas Ruhe einkehren könnte, da alle bekannten Punkte abgearbeitet wären. Der Nachteil: Eindeutig die Kosten, denn schließlich gibt es auch noch andere Projekte, die die Stadt finanzieren muss und es gibt eine Entscheidung, des Gemeinderates, dass die Rücklagen nicht unter zehn Millionen Euro sinken dürfen.

Selten war der Gemeinderat in den vergangenen Monaten so unterschiedlicher Meinung. Die SPD hätte gerne alle Aufgaben auf einmal erledigt: "Wir sollten Nägel mit Köpfen machen – und das in allen Bereichen", sagte Sigmund Vögtle. Allerdings: nicht mehrheitsfähig. Die CDU sprach sich für die kleine Lösung aus: "Es wird später auch noch Zuschüsse geben", sagte Franz Albert. Und die FW/FDP/UWV-Fraktion präsentiert die komplette Bandbreite: Während Joachim Seidel sich für die große Lösung aussprach, hätte Julius Bausch am liebsten auch die Entscheidung zur Aula zurückgenommen. Adolf Baumann präsentierte einen Kompromiss: Aula und Dach. Die SPD hätte damit leben können, allerdings nicht Julius Bausch und die CDU. So bleibt es dabei: Es wird lediglich die Aula saniert.

 
 

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