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Hüfingen "Eher eine Art Kernstadt-Werbeprospekt"

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Hüfingen. Mitte November erschien die neue Bürgerinfobroschüre der Stadt Hüfingen, welche alle fünf Jahre in neuer Auflage erscheint und Neubürgern, aber auch anderen Interessierten, einen möglichst kompakten Eindruck der Gesamtstadt bieten soll. "Leider wurde unsere Freude frühzeitig getrübt. Mehrere Missstände sind uns und anderen Lesern aufgefallen", äußerst sich Peter Albert, Sprecher der Frakion BFSO/Die Grünen in einer Mitteilung.

Michael Steinemann, Stadtrat aus Mundelfingen, ist beispielsweise erstaunt, dass trotz heißer Debatten um die Ortsteile in den vergangenen Monaten, wie zuletzt die Festlegung der Bauplatzpreise, die fünf Ortsteile in der 82-seitigen Broschüre kaum präsent sind, wie es weiter heißt.

"Wenn man im Rathaus von der Hüfinger Bürgerinfobroschüre spricht, ist wohl eher eine Art Kernstadt-Werbeprospekt gemeint." Der 32-Jährige führt aus: "In den ersten Seiten wird grafisch lediglich die Kernstadt mit 13 zum Teil überdimensionalen Fotos bedacht. Die landschaftlich prägnantesten Attraktionen unserer Gesamtstadt sind wiederum der Fürstenberg (mit seinem weiten Rundblick über die Baar, den Schwarzwald bis hin zu den Alpen) und die Gauchachschlucht/Wutachschlucht bei Mundelfingen. Diese beiden Orte stehen auch geografisch repräsentativ für Hüfingen, da sie den höchsten und niedrigsten Gemarkungspunkt Hüfingens darstellen. Außerdem fehlt mir die Würdigung der Ortschaftsräte."

Besonders heikel betrachtet die Fraktion nach eigenen Angaben die Rubrik "Vereine", "da Parteien wie die CDU und die SPD vorgestellt werden, die Wählervereinigung BFSO beispielsweise als eingetragener Verein oder die FDP wiederum nicht".

"Hier sehen wir die politische Neutralität der Stadt Hüfingen beziehungsweise die Gleichbehandlung missachtet! Außerdem ist es auffällig, dass kein einziger Verein aus den Ortsteilen Fürstenberg und Sumpfohren aufgelistet ist. In den vergangenen Ausgaben wurde darauf geachtet, dass möglichst alle Vereine mit Ansprechpartner namentlich aufgelistet waren", urteilt Peter Albert.

"Mir fehlt in der Kirchen-Übersicht, dass die Existenz der alt-katholischen Kirche in Mundelfingen oder der islamischen Gemeinschaften mit keinem einzigen Satz erwähnt ist" gibt Stadträtin Hannah Miriam Jaag zu bedenken. Darüber hinaus findet die promovierte Biologin das Kapitel Ökologie unglücklich gewählt. "Ökologie ist eine wissenschaftliche Teildisziplin der Biologie, welche die Beziehungen von Lebewesen (Organismen) untereinander und zu ihrer unbelebten Umwelt erforscht. Der entsprechende Unterbereich ›Energie- und Wasserversorgung‹ ist daher unpassend. Dies als ökologisch hervorzuheben, macht einen sehr ahnungslosen Eindruck."

An die Stadtverwaltung gestellte Fragen zu den Missständen, wie die Broschüre redaktionell erarbeitet wurde und wie die Punkte von Seiten des Herausgebers behoben werden können, blieben auch nach zwei Wochen und erneuter Nachfrage unbeantwortet, teilt die Fraktion mit. Die Option, sich an die Kommunalaufsicht, das Landratsamt, zu wenden, lasse sich die Fraktion, bestehend aus Mitgliedern von Bündnis 90/Die Grünen und dem Bürgerforum Starke Ortsteile, offen. Man wolle nicht die ganze Broschüre kritisieren. Design und Erscheinungsbild finde man recht gelungen.

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