Fraktionssprecher Franz Albert, Bundestagskandidat Thorsten Frei und CDU-Chef Peter Müller setzen sich für die Wettbewerbsfähigkeit des ländlichen Raums ein. Foto: Bombardi

Thorsten Frei plädiert für Ausbau der Infrastruktur. Franz Albers kämpft für Kindergarten.

Hüfingen  - Eine unsägliche und inakzeptable Entwicklung nehme die aktuelle Verkehrspolitik des Landes, bemängelte Oberbürgermeister Thorsten Frei beim CDU-Stammtisch des Ortsverbands im Gasthaus Boll.

 

Eine leistungsfähige und starke Region zu schwächen, indem die Voraussetzungen zur Entwicklung der Infrastruktur zurückgeschraubt werden, bezeichnete er als "grob fahrlässig". Frei sieht eine seiner Herausforderungen als Bundestagskandidat auch darin, das infrastrukturelle Niveau im ländlichen Raum zu halten und zu verbessern.

In diesem Kontext bezeichnete er die Verbesserung des Straßennetzes und die leistungsstarke Anbindung ans Glasfasernetz als elementar für die Wettbewerbsfähigkeit der mittleren und größeren Unternehmen.

" Die Landesregierung setzt auf Fahrradwege und ÖPNV. Das ist wichtig für unsere Region, reicht aber nicht aus, um im Wettbewerb mi den Ballungsräumen zu bestehen", plädiert Frei für eine schnellstmöglichen Ausbau der Ost-West Traversale B 523 bei Villingen und den Ausbau der B 27 zwischen Donaueschingen-Mitte, Hüfinger Wasserturm und in der Fortsetzung der Umfahrung Behla: Drei teilweise planfestgestellte Projekte mit einem Kostenvolumen von 44 Millionen Euro.

Der Diskussion um die Verkehrsentwicklung war der Bericht von Hüfingens Fraktionssprecher Franz Albert vorausgegangen. Dieser zitierte aus einem Schreiben des Regierungspräsidiums, das den vierspurigen Ausbau zwischen B 27 und Wasserturm deshalb hinauszögert, weil in diesem Gebiet wichtige Retentionsflächen für das Hochwasserrückhaltebecken in Wolterdingen verloren gehen. Albert sprach von "einer Politik der Verzögerung", die sich auch im bereits gestoppten Bau der Umgehungsstraße für Behla fortsetze.

Als unglücklich bezeichnete er die Schließung des Kindergartens in Behla. "Doch auch hier greift die Wettbewerbsfähigkeit, die uns mittelfristig zu einem Umdenken zwingt", plädierte die Orts-CDU dafür, das Angebot für die Ortsteile in der Weise zu konzentrieren, dass es sich auf Augenhöhe mit demjenigen moderner Einrichtungen befindet.

Bis es soweit ist, sicherte er Behla zu, für eine Wiedereröffnung eines Kindergartens zu kämpfen, sofern die Kinderzahlen langfristig über zehn steige. Keine weitere Diskussion mehr wert sind für die CDU weitere Geldausgaben im Bereich "Römerpark". "Die vor kurzem genehmigte Römertribüne war das letzte, was wir befürworteten", sagte Albert.