Tolles Lagerleben und viele Zuschauer beim Römerfest in Hüfingen. Foto: Bartler-Team

Das Hüfinger Römerfest ist im Rahmen der Leuchtturmveranstaltung ein Volltreffer geworden.

Hüfingen - "Beim Jupiter!" Das war ein Römerfest, an dem alle Historiker und Freunde des kurzweiligen Spaßes ihre Freude gehabt haben.

 

Die Ausgabe 2012 der Traditionsveranstaltung war nicht nur Leuchtturm, sondern auch Vorbild für alle, die ein wenig mehr über die Lebensweise und den Mythos der Zeitepoche wissen wollten. Zu jener Zeit, als Römer und Alemannen das Geschehen auf dem Erdball bestimmten.

Rund um das Römerbad und den Römerpavillon hatten Legionärsgruppen und sich auf der Wanderschaft befindende Alemannen ihr Lager auf einer Fläche aufgeschlagen, die so groß war wie noch nie.

In der Arena vor dem Römerpavillon spielten sich die gesamten Aktionen ab, die sich aneinander reihten wie die Perlen in einer Perlenkette. Zwei Tage lang Non-stopp- Unterhaltung für das in Scharen herbeigeeilte Publikum und die Möglichkeit, sich in die Lebensart der damaligen Zeit hineinzudenken und mit dem Alltag zu identifizieren.

Selbstverständlich kamen auch Spaß und Spiel für die gesamte Familie nicht zu kurz. Für alle die nicht näher in die Geschichte eintauchen wollten, gab es dennoch jede Menge Attraktionen.

Auch das kulinarische Angebot war so gestrickt, dass sich die Auswahl von konventioneller Küche bis hin zu typischen Spezialitäten der damaligen Zeit erstreckte. Gladiatorenkämpfe, Patrouillen, Bauchtänze, Handwerkskunst und Puppentheater hautnah zu erleben, das war mehr als eine reine Geschichtsstunde. Es war das gelungene Experiment das Lebensgefühl einer gesamten Epoche in das Heute zu transformieren.

Traditionell hatte sich die Bürgerwehr als Co-Veranstalter des Festes überdimensional engagiert. Deren "Cäsar" Helmut Vogel war in der Rolle des Moderators aktiv.

Im Römerpavillon gab es historische Fachvorträge. Vielen mutete der Besuch der bestens bekannten Römerbadruine wie in alt hergebrachtes Ritual an. Dennoch gab s auch hier einiges zu entdecken. Der römische Markt, der unmittelbar hinter dem Eingang begann, bot ungeahnte Möglichkeiten - theoretisch wie praktisch. Die Möglichkeiten, eigene Römerhelme zu basteln oder sich an einem der vielen Tourismusstände über das Angebot der Städte zu informieren, die sich entlang der Römerstraße befinden, waren nahezu grenzenlos.

Kleopatra Birgit-Kuttruff-Soffel und ihr Team boten in ihrer Pyramide heilende Massagen an.

"Feldherr" Anton Knapp weihte derweil in der Badruine die Wanderausstellung zur Römerstraße "Neckar-Alb-Aare" ein. Zwei Tage am Leben der Römer teilnehmen zu dürfen, wirkte wie ein Geschenk, das es hoffentlich in ähnlicher Form im nächsten Jahr wieder gibt.

Indes ist die Stadt Hüfingen, ihrem Anspruch, die eh schon interessierte Bevölkerung für Kultur und Geschichte noch mehr und weiter und zu sensibilisieren, einen weiteren, großen Schritt näher gekommen.