Die Hubertusmesse von Reinhold Stief brachte viele Jäger in die Kirche.
„Natürlich!“ hatten Pfarrer Uwe Stier und Diakon Michael Weimer ausgerufen, als die Anfrage der Jagdhornbläsergruppe Balingen und des Wildgeheges Meßstetten kam, ob sie eine „Hubertusmesse“ in der katholischen Kirche St. Johannes Baptista spielen dürften.
Dort erinnerte Weimer an die Verantwortung des Menschen, Gottes Schöpfung zu hegen und zu pflegen – und an Hubertus, Schutzpatron der Jäger, Schützen und Tiere des Waldes: Im Geweih eines Hirschen, den Hubertus von Lüttich an einem Karfreitag schießen wollte, sei ein strahlendes Kreuz erschienen – und eine Stimme: „Hubertus, ich erlöse Dich und dennoch verfolgst Du mich?“ Hubertus habe daraufhin seine Armbrust weggeworfen und sei Missionar geworden, sagte Weimer.
Er dankte Karl-Heinz Wössner, dem Leiter der Naturtonbläser, der schon mit zwölf Jahren in die 1956 gegründete Gruppe eingetreten sei. Sie schlage mit ihrer Musik eine emotionale Brücke zwischen Bevölkerung und Jägerschaft. Ihn verbinde diese Stunde „emotional und dankbar“ mit seinem Vater, so Weimer: „Er war Jäger und Jagdhornbläser.“