Hubert Rauber bei einem seiner Auftritte. Foto: Haas

Hubert Rauber ist an den Folgen eines Unfalls gestorben. „Posthörnle-Hubert“ war durch seine anpackende und freundliche Art beliebt.

Die Gruppe „Frauen Miteinander“, die vormalige Frauengemeinschaft in Oberwolfach, hat kürzlich in einem Nachruf auf Hubert Rauber vom „Posthörnle“ geschrieben: „Hubert Rauber hat uns auf unserer Frauenfasnet als Musiker und Hubertine begleitet. Durch sein Engagement hat er immer zum Gelingen des Abends beigetragen. Aufgrund eines Unfalles ist Hubert an seinen Verletzungen verstorben. Wir gedenken seiner in Dankbarkeit und wünschen ihm die ewige Ruhe. Dieses Jahr wird deshalb keine Frauenfasnet stattfinden. “

 

Es gehörte zu den festen Programmpunkten, dass sich die Gemeinschaft der Oberwolfacher Frauen vor der Fasnet im „Walkenstein“ zu einem „Schnurr- und Gaudiabend“ versammelt hat. Hubert Rauber war als begleitender Musikant zum treuen Stammgast geworden. Man konnte sich die Veranstaltung ohne ihn gar nicht mehr vorstellen. Über das Musizieren hinaus sind ihm auch spontan immer ein paar Scherze eingefallen, um die Stimmung hoch zu halten.

So sind die Gedanken in diesem Jahr ganz bei der „treuen Seele“, die in der Vergangenheit auch während des gesamten Jahresablaufs immer zuverlässig zur Stelle war, wenn ein Verein oder eine fröhliche Gesellschaft musikalischer Begleitung bedurfte. Der „Posthörnle-Hubert“ war immer ein unkomplizierter Helfer, der spontan ein großes musikalisches Repertoire abrufen konnte. Man konnte immer nur staunen, wenn er trotz seiner Erblindung die Liedtexte und auch Noten in Sekundenschnelle ertastete. Alle in seiner Umgebung waren einmal in Schockstarre versetzt, als er plötzlich nicht mehr da war.

Er wird auch in der Dorfgemeinschaft vermisst. Man begegnete ihm fast täglich, wenn er alleine oder mit seiner Lebensgefährtin in der Dorfmitte unterwegs war. Sprach man ihn an, so hatte er stets eine frohe Antwort parat. Überhaupt konnte man nur staunen, wie sehr er sich trotz der totalen Erblindung die dörfliche Umgebung in seiner Vorstellung zurechtlegen konnte. So war es kein Problem, sich mit dem so aufgeschlossenen und am dörflichen Leben stets interessierten und kontaktfreudigen Mitbürger über „Gott und die Welt“ zu unterhalten. Oberwolfach ist um eine Persönlichkeit von besonderer und liebenswürdiger Art ärmer geworden.