Die Hochschwarzwald Tourismus GmbH stellt ihre touristische Infrastruktur neu auf und setzt vermehrt auf digitale Angebote – das betrifft auch St. Georgen, Schonach, Schönwald und Furtwangen. Teils ist die Umsetzung abgeschlossen, teils läuft sie noch.
Weniger Tourist-Infos, dafür verstärkt digitale Info-Terminals nebst Broschüren und ein Service-Center als zentrale Drehscheibe – bereits im Herbst 2021 hat die Hochschwarzwald Tourismus GmbH (HTG) ein Konzept zur Neuausrichtung ihrer Tourist-Informationen erarbeitet, dessen Umsetzung mittlerweile auf Hochtouren läuft.
Auch in St. Georgen, Schonach, Schönwald und Furtwangen bringt es sicht- und spürbare Veränderungen mit sich. Die HTG informiert über den aktuellen Stand.
Wie sehen die Umstrukturierungen aus?
Bereits seit Längerem ist klar: Die HTG dünnt ihr Netz an mit Mitarbeitern besetzten Tourist-Infos aus. Unter anderem jene in St. Georgen und Schonach sind bereits seit einiger Zeit geschlossen. Die Tourist-Info in Schönwald hingegen blieb und bleibt als einer von acht Standorten erhalten.
Diese sind mit Touchscreens ausgestattet und bilden die Nutzeroberfläche der Hochschwarzwald-App ab – mit Information zu mehr als 200 Ausflugszielen nebst aktuellen Öffnungszeiten, Kontakt- und Anreiseinformationen. Zudem bieten sie die Möglichkeit eines Video-Anrufs in das zentrale Service-Center der HTG, das an sieben Tagen die Woche erreichbar ist – auch per Telefon, E-Mail und Chat.
Was ist der Grund für die Umstrukturierungen?
In einer Mitteilung schildert die HTG die Hintergründe: „Wer den Hochschwarzwald besucht oder dort zuhause ist, soll sich über die Freizeitangebote in der Ferienregion informieren können – und zwar möglichst an dem Ort und zu dem Zeitpunkt, an dem die Informationen benötigt werden.“ Aus diesem Grund wolle die HTG das Serviceangebot in allen 20 Mitgliedskommunen „den aktuellen und künftigen Bedürfnissen der Gäste“ anpassen. Durch Nutzung der digitalen Möglichkeiten möchte die HTG rund um die Uhr mit Tipps, Empfehlungen und Buchungsangeboten erreichbar zu sein.
Wie ist der aktuelle Umsetzungsstand?
im September in Betrieb genommenIn Furtwangen muss man sich noch etwas gedulden: Dort werde ein Infopunkt mit digitalem Terminal im Rathaus eingerichtet, erklärt Maier. Doch im Gebäude laufen aktuell noch die Umbaumaßnahmen. „Sobald diese so weit sind, wird der Infopunkt dort eingerichtet“, erklärt Maier.
Was passiert während der Rathaussanierung in St. Georgen mit dem digitalen Info-Terminal?
Auch in St. Georgen stehen am und im Rathaus umfassende Umbaumaßnahmen an. Während der Rathaussanierung werde das Terminal mit in das Ausweichquartier der Stadtverwaltung umziehen. So sollen sämtliche Informationen Maier zufolge nach wie vor zugänglich sein.
Wie stark werden die Terminals genutzt?
Dazu liegen Maier zufolge aktuell noch keine konkreten Zahlen vor. „Aus Stichproben wissen wir, dass die Informationsmöglichkeit an den Terminals gern und rege genutzt wird“, lautet aber seine vorläufige Einschätzung. „Bei der Funktion Video-Telefonie sind viele Nutzer bislang noch eher zurückhaltend.“
Was plant die HTG sonst noch?
Für die Tourismus-Region geht es in großen Schritten in Richtung Digitalisierung: HTG-Geschäftsführer Patrick Schreib sieht den Hochschwarzwald als „Vorreiter bei der nahtlosen Verknüpfung von persönlichem Service mit digitalen Technologien. In diesem Bereich arbeiten wir daran, als Unterstützung für unsere Mitarbeitenden eine Hochschwarzwald-KI für einen optimierten Service zu entwickeln.“
Was sich hinter dieser Künstlichen Intelligenz (KI) verbirgt, schildert Maier auf Nachfrage: Sie solle künftig natürlich-sprachliche Anfragen verarbeiten und passende Antworten liefern können. Ausgespielt werden sollen diese auf der HTG-Webseite, in der Hochschwarzwald-App und an den Info-Terminals. „Angedacht ist zudem, die KI auch für Partner (Hotels, touristische Leistungspartner) verfügbar zu machen.“
Dabei greift die KI Maier zufolge auf „Inhalte, die wir für unsere Webseite und die touristische Datenbank ‘mein.toubiz‘ erstellen, aber auch dynamische Daten aus verschiedenen Quellen, wie zum Beispiel Wetterbedingungen, Verfügbarkeiten, Eventhinweise und Sperrungen“ zurück.