Das Hotel Langenwaldsee soll zu einem Hotelresort werden. (Archivfoto) Foto: Schwarz

Das Hotel „Grüner Wald“ und das Hotel „Langenwaldsee“ in Freudenstadt wollen am Standort erweitern. Die jeweiligen Bebauungspläne waren Gegenstand der Beratung im Gemeinderat.

Beide Vorhaben wurden im Zuge des Bebauungsplanverfahrens im Gemeinderat nach nichtöffentlicher Vorberatung im Ausschuss vorgestellt und die beiden Bebauungsplanentwürfe vom Gremium jeweils einstimmig gebilligt.

 

Der Bebauungsplan Kursondergebiet Schwarzwaldstraße – erste Änderung betrifft das Vorhaben „Grüner Wald“ und schafft die Voraussetzungen für eine laut Verwaltung „maßvolle bauliche Erweiterung“ der bestehenden Hotelanlage. Diese diene der zukunftsorientierten und touristischen Weiterentwicklung des Standorts.

Beschleunigtes Verfahren

Der aktuell geltende Bebauungsplan lässt eine solche Erweiterung aufgrund der engen Baugrenzen nicht zu. Vorgesehen ist die Aufstellung des Bebauungsplans im beschleunigten Verfahren. Der Geltungsbereich des Bebauungsplans umfasst eine Gesamtfläche von 1,68 Hektar im Lauterbad, die im Süden durch die Schwarzwaldhochstraße, im Westen durch die Kinzigtalstraße und im Norden und Osten von Wald und Grünflächen umschlossen wird.

Sebastian Rolfes vom Planungsbüro Gfrörer erläuterte die Details. Im Fokus der Weiterentwicklung steht die Erweiterung des Spa- und Wellnessbereichs sowie die Schaffung von weiterem Wohnraum für die Eigentümer oberhalb des Bereichs. Der geplante Baukörper im südöstlichen Bereich des Grundstücks bleibt in der Gebäudehöhe unterhalb des Bestands.

Klare und naturnahe Architektur

Viel Wert werde beim Vorhaben auf eine klare und naturnahe Architektur gelegt, die sich sensibel in das landschaftlich geprägte Umfeld einfüge. Durch die moderate Verdichtung bleibe der landschaftsprägende Charakter des Standorts gewahrt.

Das Projekt wurde sowohl im Ausschuss als auch im Ortschaftsrat einstimmig befürwortet. Aus Sicht der Stadt sei die Weiterentwicklung eines Hotels ebenfalls zu begrüßen, so Oberbürgermeister Adrian Sonder. Einwände aus Reihen des Gremiums gab es nicht.

„Langenwaldsee“ wird zu Hotelresort

Das zweite Bebauungsplanverfahren betrifft den Standort Langenwaldsee, wo die bestehende Hotelanlage erweitert und zu einem Hotelresort weiterentwickelt wird. Die Eigentümerfamilie Kaltenbach hat zu diesem Zweck die angrenzenden Flächen des ehemaligen Freibads von der Stadt gekauft. Das Freibadgebäude wurde seither sukzessive zurückgebaut, das Schwimmbecken und die Wege mit Erde überdeckt. Getrockneter Schlamm aus einer Entschlammung des Langenwaldsees im Jahr 2022 wurde dort aufgebracht. Geplant ist eine „nachhaltig konzipierte Hotelanlage mit innovativer Architektur und hochwertiger Freiraumgestaltung“.

Drei Chalets sind geplant

Im Bestandsgebäude geht es vor allem um die Erweiterung des Speiseraums. Neben einem fünfgeschossigen Hotelgebäude im Norden soll ein eingeschossiges Mehrzweckgebäude als Event-Location im Süden sowie ein Wirtschaftsgebäude zur Unterbringung von Geräten entstehen. Außerhalb der überbaubaren Bereiche sind drei zweigeschossige Chalets mit einer maximalen Grundfläche von 125 Quadratmetern vorgesehen. Deren genauer Standort steht noch nicht fest.

Diese Entwicklung bedarf einer städtebaulichen Steuerung und darf nach Ansicht der Verwaltung nicht allein auf Basis des Bauordnungsrechts abgewickelt werden – auch aufgrund der exponierten Lage am Stadteingang. Der Geltungsbereich des Bebauungsplans umfasst eine Fläche von knapp 2,6 Hektar und befindet sich südlich der B 28/Straßburger Straße und des Forbachs. Geprüft wurden aufgrund der Nähe zur Bundesstraße die Lärmeinwirkungen durch den Verkehr, ebenso die Einfahrsituation auf das Hotelgelände.

Adrian Sonder sprach auch hier von einer „sehr erfreulichen Entwicklung“.