Hermann Bareiss erhält den Ehrenpreis für sein Lebenswerk. Foto: Hotel Bareiss

Hermann Bareiss, Seniorchef des Hotels Bareiss in Baiersbronn, ist vom Verlagshaus Busche mit dem Special-Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden.

Die Ehrung fand im Rahmen der großen Gala auf Schloss Fleesensee (Mecklenburg-Vorpommern) statt, die die Verleger des Schlemmer- und Schlummer-Atlas in jedem Jahr für die Besten der gastronomischen Branche ausrichten.

 

Zu ihnen gehört seit Jahren auch Claus-Peter Lumpp, Küchenchef des Restaurant Bareiss, den das Haus Busche erneut zu den 50 führenden Chefs zählt. Lumpp und Bareiss nahmen ihre Würdigungen bei dem Event persönlich entgegen. Davon berichtet das Hotel Bareiss in einer Pressemitteilung.

In der Begründung des Special-Awards fürs Lebenswerk von Hermann Bareiss heißt es:„Mit Ihrer beeindruckenden charakterlichen Melange aus Durchsetzungskraft und Menschlichkeit, mit innovativen Ideen und einem untrüglichen Gespür für den jeweiligen Geist der Zeit haben Sie das Hotel Bareiss zu jenem bedeutenden Genuss- und Kulturort gemacht, der er heute ist.“

Unter den 50 besten Küchenchefs: Claus-Peter Lumpp Foto: Hotel Bareiss

In gleichem Sinne äußerte sich die Pressesprecherin des Dehoga-Bundesverbandes, Stefanie Heckel, in ihrer Laudatio: „Hermann Bareiss, Grandseigneur der deutschen Spitzenhotellerie, ist eine Persönlichkeit von außerordentlicher Größe wie Strahlkraft und verkörpert Gastfreundschaft wie kaum ein zweiter. Es ist nicht nur der unternehmerische Erfolg, der Hermann Bareiss auszeichnet, sondern auch seine Haltung zum menschlichen Miteinander. In kraftvolles Plädoyer für mehr Achtsamkeit, weniger Egoismus und respektvolle Umgangsformen.“

Bareiss, so Heckel, habe das „Haus zu einer der exklusivsten Adressen im Land“ gemacht, „das mit Innovationsgeist und einer einzigartigen Servicephilosophie glänzt. Hervorzuheben sind zudem sein außergewöhnlich erfolgreiches Engagement, junge Menschen für die Branche der Gastlichkeit langfristig zu begeistern.“

„Das bin ich, das kann ich, das möchte ich sein“

Der Geehrte selber fasste sein Lebenswerk in humorigem Understatement kurz und bündig zusammen: „Es war an der Schule, als wir bei einem Fest das Menü für die Honoratioren auszurichten hatten, als mir 13- oder 14-Jährigem schlagartig bewusst wurde: Das bin ich, das kann ich, das möchte ich sein: Gastgeber. Daraus wurde das Bareiss. Das ist alles.“

Es den Menschen gut gehen lassen

Für wen macht man das, was es verdient, als Lebenswerk ausgezeichnet zu werden? Hierzu machte Bareiss eine klare Ansage: „Zum Erfüllendsten unseres wunderbaren Berufs gehört es, unsere Gäste glücklich zu machen, in zufriedene und glückliche Augen zu sehen, die sagen: Es geht uns gut bei Ihnen. Wie viele Berufe gibt es, deren wesentlicher Sinn darin liegt: es den Menschen gut gehen zu lassen?“

Zuletzt mochte Hermann Bareiss den Preis nicht für sich allein behalten: „Meiner Familie vor allem habe ich zu danken, für etwas geehrt zu werden, das eigentlich sie, die Familie, verdient: Den Award fürs Lebenswerk, es ein Leben lang mit mir ausgehalten zu haben.“