Im Januar 2020 hatte das Haus seine Pforten geschlossen. Im Sommer soll wieder Leben in das Hotel zwischen B 27 und Donaueschinger Flugplatz einkehren.
Donaueschingen - "Wir haben sofort das Potenzial des Hotels gesehen", sagt Daniel Repp von der Bad Dürrheimer Firma Immo Pro Invest, die das Haus gekauft hat. Anfangs stand die Überlegung, ob nur ein bisschen saniert wird. Doch dann war klar: Es wird kräftig investiert, die Rede ist von einer siebenstelligen Summe im mittleren Bereich und vom Concorde bleibt nur der Name – alles andere wird neu gestaltet.
Aktuell sind die Handwerker noch mit dem Umbau beschäftigt. Doch es lässt sich schon erahnen, dass vieles anders wird. Das helle Blau gehört der Vergangenheit an, statt dessen präsentiert sich das Gebäude in Grautönen. Die Lobby wirkt größer. "Wir wollten alles offener und heller gestalten", erklärt Repp. Im Juli soll alles fertig sein. Er hofft, dass dann auch die Gäste wieder kommen können. "Momentan ist es schwierig, zu planen. Aber wir bauen lieber jetzt, als dass wir auf die Gäste warten", so Repp. Denn ein solcher Umbau wäre während des Betriebes nicht möglich gewesen.
"Unter Ziel ist es, unter 100 Euro für die Übernachtung zu bleiben – mit Frühstück", erklärt Repp. Darauf wurde das Konzept ausgerichtet. Der Sauna- und Fitnessbereich im Keller wird nicht mehr genutzt. Auf den Zimmern gibt es standardmäßig kein Telefon und keine Minibar – letztere kann auf Wunsch geordert werden. Vom Niveau soll sich das Angebot aber im Vier-Sterne-Bereich bewegen. Das Klientel: Geschäftskunden unter der Woche und Veranstaltungen am Wochenende. Beispielsweise Hochzeiten. Besonderer Höhepunkt für das Brautpaar: Es kann sich mit dem Hubschrauber einfliegen lassen, direkt vor der Terrasse des Hotels landen und im Himmelbett der Honeymoon-Suite übernachten. Aus dem Fenster wandert der Blick über die Baar mit Aussicht auf die Länge, Pfohren und Aasen und natürlich auf die Landebahn, wo man Flugzeuge bei Start und Landung beobachten kann.
Das Thema Flugplatz wird auch im Hotel immer wieder aufgenommen. "Wir hatten zuerst überlegt, ob wir komplett auf das Thema setzen und beispielsweise auch genietete Möbel nehmen", erklärt Repp. Doch nun wird die Einrichtung eher klassisch und das Thema Flugplatz mit verschiedenen Elementen gespielt. Die Stockwerke beispielsweise heißen Terminal A, B, C und D. Die Zimmernummern sind die Gates, und jedes Bad hat eine entsprechende Gestaltung.
In der Küche des Hotels wird man dann einen Donaueschinger entdecken: Küchenchef wird Pascal Marquardt. Hotel und Restaurant werden von zwei unterschiedlichen Firmen betrieben, Geschäftsführerin und Restaurantleiterin ist Julia Kaupp. 70 bis 80 Plätze soll das Restaurant bekommen und noch einmal so viele auf der Terrasse. Dort soll auch ein Lounge-Bereich entstehen. Nur wenige Meter entfernt die Start und Landebahn. Für Marquardt auch ein Ausflugsziel für Familien, wo Kinder begeistert Starts und Landungen beobachten können.
Entsprechend hat er die Karte ausgerichtet. "Ich möchte auch Familien ansprechen", erklärt er. Pizza, Pasta und Pinsa (eine Art ovale Pizza, allerdings enthält der Boden einen Sauerteiganteil) sind auf der Karte zu finden, aber auch das Gourmet-Steak. Schließlich sollen auch die Flieger angesprochen werden. "Wir haben viele Rückmeldungen, dass die Hobbyflieger gerne auch mal dort landen, wo es etwas Gutes zum Essen gibt", sagt Daniel Repp. Der Kontakt mit dem Flugplatz-Chef Ekkehard Pauly sei gut. Das Fliegerstüble bleibe geschlossen, man wolle sich nicht gegenseitig Konkurrenz machen, sondern gemeinsam handeln. So kann sich Pascal Marquardt durchaus vorstellen, dass auch das Fliegerstüble gemietet werden kann – als eine Art Kooperation mit dem Flugplatz selbst.
Während die Bauarbeiten im Hotel bereits auf der Zielgeraden sind, gibt es noch ein weiteres Bauprojekt. Dazu muss allerdings auch erst einen Bauantrag bei der Stadt gestellt werden, denn es wird ein kleiner Anbau geplant. "Wir planen hier noch eine Zigarren-Lounge, diese wird aber zeitverzögert gebaut", erklärt Daniel Repp von der Bad Dürrheimer Firma Immo Pro Invest, die das Hotel Concorde gekauft hat. Auch noch in der Planung ist zusammen mit Sabrina Günther, die mit ihrer Firma Indekoristik Hochzeiten plant, das Konzept Hochzeiten so zu erweitern, dass am Flugplatz nicht nur die Feier stattfinden kann, sondern auch die standesamtliche Hochzeit.