18 Ehrenamtliche erhielten ihre Zertifikate für die Hospizarbeit – sie spenden Zeit, Hoffnung und Trost für Schwerkranke und ihre Familien. Neue Kurse starten bald.
Nach gut einem halben Jahr konnten 18 ehrenamtliche Kursteilnehmer in einer feierlichen Zeremonie ihre Zertifikate für die Hospizarbeit entgegennehmen.
Der Kurs wurde erstmals in Zusammenarbeit mit dem Ambulanten Kinderhospizdienst Kuckucksnest in Titisee-Neustadt durchgeführt – mit dem gemeinsamen Ziel, schwerkranke und sterbende Menschen zu unterstützen, ihnen Zeit zu schenken und ihren Angehörigen Halt zu geben. Die Übergabe fand im Beisein von Vertretern des Hospizes und der Trägerorganisation statt.
Drei Kursteilnehmer dürfen sich jetzt auch Familienbegleiter nennen. Ihre Arbeit wird vorrangig in der Begleitung von Familien und Kindern bestehen, welche an einer lebensverkürzenden Erkrankung leiden. Sie stehen aber auch den Familien zur Seite, wenn ein Elternteil schwer erkrankt ist.
Crashkurs führt zum Zertifikat
Fünf Ehrenamtliche haben die Grundlagen der Hospizarbeit in einem Crashkurs erlernt und hierfür ebenfalls ein Zertifikat erhalten. Sie nennen sich zwar keine Sterbebegleiter, aber sie möchten die Hospizarbeit patientenfern unterstützen, zum Beispiel beim Kuchen backen, Mithilfe bei Veranstaltungen und ähnlichen Diensten.
Wie vielfältig eine Begleitung aussehen kann und wie wichtig diese Tätigkeit ist, wurde den Teilnehmern spätestens während des Praxispraktikums im Hospiz Via Luce und im Haus Lebensquelle bewusst.
„Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie alle ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen sind das Herzstück der Hospizarbeit“, sagte Sabine Gesekus, Kursleiterin und Koordinatorin im Ambulanten Hospizdienst Villingen-Schwenningen. „Sie schenken Zeit, hören zu, geben Hoffnung und tragen dazu bei, dass Menschen in schweren Lebenssituationen nicht allein sind. Das Zertifikat ist eine Anerkennung ihres unermüdlichen Engagements und trägt dazu bei, dass die Hospizarbeit bekannter wird.“
Säulen der Hospizarbeit
Maria Noce, Vorsitzende des Hospiz Fördervereins VS, erklärte persönlich, wie wertvoll die ehrenamtliche Arbeit ist und dankte allen Ehrenamtlichen: „Die ehrenamtliche Arbeit ist das Herzstück unseres Hospizes. Ohne Sie wäre unsere Arbeit nicht möglich. Sie schenken den Menschen Würde, Wärme und Mitgefühl in den schwersten Momenten ihres Lebens (...) Ihr Einsatz ist unbezahlbar.“
Sabine Gesekus betonte, wie wichtig verlässliche, gut qualifizierte Begleitung sei – sowohl für Patienten und deren Familien als auch für das Betreuungsteam. Durch regelmäßige Fortbildungen bleibe die Qualität der ehrenamtlichen Arbeit auf hohem Niveau, und es werde kontinuierlich an der Sichtbarkeit der Hospizkultur gearbeitet.
Der Hospiz Förderverein VS lädt weitere interessierte Bürger ein, sich als Ehrenamtliche zu engagieren. Der nächste Qualifizierungskurs beginnt bereits am 22. Januar 2026. Kontakt: Hospiz Förderverein VS, Sabine Gesekus, Telefon 07720/99 58 97 94, Mail: info@hospizverein-vs.de.