Bereits Montag war die Polizei im Einsatz. Foto: Beyer

Es will so recht keine Ruhe einkehren, in das schlagzeilenträchtige Mehrfamilienhaus im Baiersbronner Teilort Klosterreichenbach. Nach dem Einsatz am Montag rückten auch am Mittwochabend wieder Polizeistreifen dorthin aus.

Sieben Streifen hatten Anwohner am Montag gezählt. Die Beamten waren von einer Bedrohungslage ausgegangen, da zunächst gemeldet worden war, bei dem Nachbarschaftsstreit sei ein Messer im Spiel. Dies bestätigte sich nicht.

 

Dennoch sorgten die – zur eigenen Sicherheit – mit Schutzwesten bekleideten Einsatzkräfte im Ort für Aufsehen.

Ganz ähnlich habe sich dann die Ausgangslage am Mittwochabend dargestellt, bestätigt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Pforzheim am Donnerstag. Gemeldet worden sei der Polizei eine Frau, die Steine gegen die Fenster des Hauses werfe und ein Messer bei sich habe. Damit nicht genug, soll die Frau auch Beleidigungen ausgestoßen haben.

Streit findet Fortsetzung

Im Grunde, fasst der Pressesprecher zusammen, sei die jüngste Auseinandersetzung die Fortsetzung des Nachbarschaftsstreits vom Montag gewesen. Dass ein Messer im Spiel gewesen sei, habe sich auch diesmal nicht bestätigt. Weder vor Ort noch im Nachgang. Denn auch auf Videoaufnahmen des Vorfalls, welche der Polizei vorliegen, „ist kein Messer zu sehen“.

Diesmal seien die Einsatzkräfte mit drei Streifen zu dem Mehrfamilienhaus ausgerückt. Auch wenn der Anblick mehrerer Streifenwagen natürlich Eindruck mache, lasse die bloße Zahl an Einsatzkräften nur begrenzt Rückschlüsse darauf zu, wie gravierend der jeweilige Vorfall dann tatsächlich gewesen sei, führt der Pressesprecher aus.

Vorwurf der Beleidigung nur schwer prüfbar

Wie auch die Feuerwehr gehe die Polizei bei einer Alarmierung zunächst vom schlimmstmöglichen Szenario aus. Schließlich wolle man sowohl die Bürger, als auch die eigenen Beamten bestmöglich schützen. Fühle sich jemand bedroht, rücke man selbstverständlich aus. „Uns ist es lieber, wir fahren die Einsatzstärke erst mal hoch und dann zurück.“ Viel herauskommen werde im Nachgang des jüngsten Einsatzes erfahrungsgemäß wohl nicht, meint der Sprecher.

Auch was die tatsächlich oder vermeintlich geäußerten Beleidigungen angehe. Da die in den Nachbarschaftsstreit verwickelten Parteien nicht dieselbe Sprache sprechen würden, lasse sich dies nur schwer nachvollziehen.