Zum geplanten Abschuss des Hornisgrinde-Wolfs äußert sich unsere Leserin Andrea Walcher aus Pfalzgrafenweiler.
Auf der Webseite des Umweltministeriums ist eine Liste abzurufen, die chronologisch die Versuche aufzeigt, den Hornisgrinde-Wolf zu fangen, zu betäuben und zu vergrämen. Dabei wurden unter anderem Fußfallen und Lockstoffe eingesetzt.
In meinen Augen wurde dabei bewusst in Kauf genommen, das Tier – oder auch andere Tiere in dem Gebiet – zu verletzen. Es wurden Annäherungen mit Hunden versucht, der Wolf blieb auf Distanz. Auch für Betäubungsschüsse oder Abschüsse mit Paintballmarkierern war er immer zu weit entfernt.
Diese Vorgänge stellen in meinen Augen die Unversehrtheit des Tieres in Frage. Das ist mir alles zu radikal und nicht gerechtfertigt. Umfragen und Petitionen zeigen auf, dass man sich eine „humane“ Lösung einfallen lassen sollte. Es muss doch möglich sein, diesen Wolf mit weniger aggressiven Maßnahmen zu betäuben, einzufangen, zu besendern und in ein für ihn ungefährlicheres Gebiet zu bringen. Ich bin über diese Vorgehensweisen erschüttert. Und das alles in einem „Naturschutzpark“.
Ich bin übrigens dafür, dass die Tierhalter von Weidetieren intensiv unterstützt werden, damit die Schutzmöglichkeiten auch wirken (solide Schutzzäune/Schutzhunde). Damit der Wolf sich hier nicht bedienen kann, sondern in seinem Wald nach Futter sucht, wie es sein sollte.
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