Im Stephanus-Haus haben sich mindestens drei Bewohner mit dem Coronavirus infiziert. Foto: Kornfeld

Infizierung der Bewohner wurde bei regelmäßig durchgeführten Tests festgestellt. Keine Mitarbeiter betroffen.

Drei Bewohner des Stephanus-Hauses in Hornberg sind mit dem Covid-19-Virus infiziert. Bei einer anderen Bewohnerin steht das Ergebnis eines PCR-Tests noch, der vorhergehende Schnelltest deutet ebenfalls auf eine Infizierung hin.

Hornberg - Kein Mitarbeiter des Hornberger Stephanus-Hauses ist infiziert. Darüber informierte Gebietsleiter Thomas Schellinger-Pusler im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten.

Die Infizierung der Bewohner wurde bei einem der regelmäßig durchgeführten Tests festgestellt. "Wir haben gleich reagiert und die vier Bewohner isoliert", so Schellinger-Pusler. Sie seien alle aus einem Wohnbereich und hätten Einzelzimmer, was die Isolierung vereinfache. Der gesamte Wohnbereich stehe unter Quarantäne. Seit Freitag würden die internen Abläufe angepasst.

Zum Glück seien die Symptome bisher nicht so schlimm. "Die Betroffenen sind schlapp, aber sie müssen nicht ins Krankenhaus", so Schellinger-Pusler.

"Wir stehen in einem engen Austausch mit dem Gesundheitsamt und mit der Hornberger Ärztin Carmen Ramm, so der Gebietsleiter. Das Haus ist bis auf Weiteres geschlossen und die Angehörigen wurden informiert. "Die Telefone stehen bei uns nicht still. Wenn Angehörige etwas abgeben wollen, können sie am Haupteingang klingeln", informiert Schellinger-Pusler. Die Angehörigen der betroffenen Bewohner seien sofort benachrichtigt worden, die anderen Angehörigen sofort auf schriftlichem Wege.

Die Impfungen im Stephanus-Haus stehen noch aus (wir berichteten), ein Termin dafür steht noch nicht fest. "Die Vorbereitungen für die Impfungen laufen. Wir hatten gedacht, wir schaffen das bis nach dem Impfen", so Schellinger-Pusler, dessen Hoffnungen durch die Befunde zunichte gemacht wurden.

Maßnahmen konsequent umgesetzt

"Es ist fast tragisch, dass es kurz vor den Impfungen noch zu einem Ausbruch im Stephanus-Heim gekommen ist", sagte Bürgermeister Siegfried Scheffold im Gespräch mit dem SchwaBo. "Wir standen seit Ausbruch der Pandemie in ganz engem Kontakt mit dem Stephanus-Haus und hatten den Eindruck, dass alle Maßnahmen ganz konsequent durchgesetzt wurden. Ich hoffe, dass bald geimpft werden kann und die Infektionen eingedämmt werden."

Für die Beschäftigten das eine ganz große Herausforderung, so Scheffold. Das Evangelische Stift sei ein erfahrener Träger. "Wir wünschen und hoffe, dass die infizierten Bewohner die Krankheit gut überstehen. Wir drücken die Daumen!", betont der Bürgermeister.

Die Tatsache, dass kein Mitarbeiter infiziert sei, zeige, dass alles zum Schutzgetan worden sei. Das Virus sei vermutlich durch einen Bewohner eingeschleppt worden, so der Gebietsleiter Schellinger-Pusler.

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