Der Wirtschaftsplan für die Hornberger Anlage zeigt ein deutliches Defizit und steigende Schulden.
Den Vorentwurf des Wirtschaftsplans Freibad Hornberg 2026 stellte Rechnungsamtsleiterin Simone Mayer bei der Gemeinderatssitzung vor. Laut der Kämmerin weist der Erfolgsplan einen Jahresverlust in Höhe von 295 800 Euro aus. In der Liquiditätsplanung wurde ein Zahlungsmittelbedarf aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 158 000 Euro ermittelt.
„Aus EGT-Beteiligung sind weiterhin 132 000 Euro an Dividendenerträgen eingeplant und Erlöse aus dem Stromverkauf in Höhe von 6500 Euro,“ so Mayer. Die Eintrittserlöse in Höhe von 76 000 Euro sind in dem Zahlenwerk berücksichtigt (Vorjahr 75 000 Euro). Für die Baumaßnahme „barrierefreie Toilettenanlage“ sind laut Mayer 70 000 Euro eingeplant sowie Zuschüsse in Höhe von 35 000 Euro. Weiterhin sind in der Liquiditätsplanung enthalten die Kosten für das neue Kassensystem (15 000 Euro).
Zum Jahresende 2026 wird sich der Schuldenstand um die ordentliche Tilgungsrate in Höhe von 48 200 Euro auf 752 475 Euro reduzieren. Die Rechnungsamtsleiterin wies jedoch darauf hin, dass sich im gesamten Planungszeitraum bis 2029 durch ordentliche Tilgungen und der geplanten Kreditaufnahme im Jahr 2029 der Schuldenstand auf voraussichtlich 905 575 Euro erhöhe. Bei dauerdefizitären Eigenbetrieben sind laut Mayer Vorauszahlungen auf den späteren Verlust erforderlich, um die Zahlungsfähigkeit des Eigenbetriebs zu sichern. Für dessen Stärkung ist vom städtischen Haushalt eine Erstattung in Höhe von 220 000 Euro eingeplant.
Kommentare und Fragen der Gemeinderäte
Erich Fuhrer (CDU) kommentierte, dass der Jahresverlust von rund 300 000 Euro seiner Ansicht nach zu hoch ist. Ursprünglich sei von der Hälfte ausgegangen worden. „Ich will das Freibad nicht schließen, aber es muss auf eine Reduzierung der Kosten hingearbeitet werden“, erklärte Fuhrer. In dem Zusammenhang erkundigte sich Rolf Hess (SPD) nach dem Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 54 600 Euro sowie den eingeplanten Bauhofleistungen von 23 000 Euro, die dem städtischen Haushalt im Jahr 2026 zufließen. „Der Eigenbetrieb bezahlt an die Stadt und die unterstützt den Eigenbetrieb?“, fragte Hess. Fraktionskollege Bernd Laages bemerkte, das höre sich für ihn so an, als ob Geld „von der linken in die rechte Tasche“ geschaufelt werde. „Der Geldfluss ist zugunsten der Transparenz darzustellen“, erläuterte Mayer. Die Wirtschaftspläne der Eigenbetriebe und Haushaltsplan sind miteinander verzahnt und beeinflussen sich gegenseitig.