Dort, wo sich der Hornberger Bolzplatz befindet, soll eine Freizeitanlage für alle Generationen entstehen. Foto: Kern

Mit Blick auf eine mögliche Leader-Förderung hat der Hornberger Gemeinderat das Konzept für die Anlage in der Gustav-Fimpel-Straße beraten.

Wenn es mit der Förderung klappt, soll das Hornberger Bürgerprojekt der Freizeitanlage Gustav-Fimpel-Straße in drei Etappen umgesetzt werden. Bei der ersten Gemeinderatssitzung im neuen Jahr stellte Stephan Moser vom gleichnamigen Ingenieurbüro die Planung vor.

 

„Für die Bewerbung des Gesamtprojekts bei der Leader-Kulisse ist die Vorlage des Konzepts erforderlich, doch in Stein gemeißelt ist noch nichts“, erklärte Bürgermeister Marc Winzer. Die Antragsunterlagen sind bis zum 19. Januar einzureichen. In die Planungen sind laut Moser verschiedene Interessenlagen eingeflossen, die von dem eigens gegründeten Arbeitskreis zu dem Projekt formuliert wurden. „Heute geht es vor allem darum, dass wir diese Inhalte korrekt erfasst haben,“ stellte Moser fest.

Details können noch definiert werden

Die Positionierungen seien noch wandelbar. Bis Anfang Juni könnte der Förderbescheid von Leader vorliegen und entsprechend noch dieses Jahr mit dem Rückbau von Bolzplatz sowie nötigen Erd- und Versorgungsleistungen begonnen werden. Ebenso können laut Moser die Details vom künftigen Soccer-Court mit Fußball- und Basketballmöglichkeit definiert werden. Die Fläche soll etwas schräg gesetzt werden, um der Grünfläche sowie dem Freizeit- und Erholungsareal und dem dort geplanten Handballfeld größtmöglichen Raum zu geben.

„Der bestehende Zaun zum Reichenbächle wird zur Sicherung des Geländes erweitert“, so der Ingenieur. Rechts daneben ist auf einer Fläche von zehn mal zehn Meter die Installation von Fitnessgeräten vorgesehen. Ein Familienbereich mit Picknickgarnitur und eine Hangrutsche unter den Platanen sind eingeplant. „Der Aufbau von Zelten und Ständen für Vereinsfeste wäre weiterhin möglich“, informierte Moser.

Einer der wesentlichen Bestandteile des Konzepts ist die Einrichtung einer barrierefreien Toilettenanlage im Bereich des Gebäudes der Breitbandtechnik auf dem Schotterplatz am Viadukt. Die Kosten der sich selbstreinigenden Toilette in Höhe von etwa 150 000 Euro sorgten für kontroverse Debatten.

Angebot für Toilette ohne Reinigung wird eingeholt

Einige befürworteten die Ausgabe unter dem Aspekt der Kosten für Reinigungskräfte. Auch sei bei dem Preis eine mögliche Förderung nicht berücksichtigt.

Fritz Wöhrle (FW) meinte, er tue sich mit einer solchen Ausgabe schwer angesichts des Streichkonzerts im Haushalt. Es wurde sich daraufhin verständigt, ein Angebot ohne vollautomatische Reinigung zu prüfen. Moser verwies auf die Terminierung, die das Budget der Toilettenanlage im Jahr 2028 ansetze. Die Fitnessgeräte sind im Zeitplan nächstes Jahr vorgesehen. „Ende Juni 2028 muss die Baumaßnahme abgeschlossen sein, denn im Dezember wird abgerechnet“, so Moser.

Der Gemeinderat nahm den aktuellen Planungsstand der Freizeitanlage Gustav-Fimpel-Straße zur Kenntnis. Besonderer Dank galt dem Arbeitskreis, der aus Mitgliedern des Gemeinderats, Vereinsvorständen, Anwohnern und Nutzern, wie Jugendlichen und Familien besteht, für die geleistete Arbeit.

Übersicht zum Projekt Freizeitanlage

Der ehemalige Bolzplatz am Hornberger Viadukt soll als Freizeitanlage allen Generationen einen Raum zur Erholung und sportliche Aktivitäten bieten. Das Bürgerprojekt wurde bereits mit mehreren Initiativen wie einer Crowdfunding-Aktion und einem Spendenlauf unterstützt. Die geschätzten Kosten beziffern sich derzeit auf etwa 500 000 Euro netto. Die Stadt hofft auf Förderung aus der Leader-Kulisse (sechzig Prozent der Nettokosten). Auch sollen weitere Aktionen und das Gewinnen von Sponsoren finanzielle Mittel generieren.