Das denkmalgeschützte Gebäude in der Werderstraße 17 soll saniert werden. Bei der Ratssitzung am 7. Januar steht die Vergabe von Aufträgen an. Es gibt aber noch ein Problem.
Das vor einer umfassenden energetischen Sanierung stehende denkmalgeschützte Gebäude an der Werderstraße 17 in Hornberg beschäftigt auch im neuen Jahr wieder den Gemeinderat. Bei seiner Sitzung am 7. Januar steht die Auftragsvergabe von insgesamt 13 Gewerken an. Mit der Ausschreibung der einzelnen Aufträge beauftragt worden war das Architekturbüro Wöhrle. Nun sind die Angebote für Elektro-, Malerarbeiten und Co. eingegangen und die günstigsten Angebote wurden gesammelt.
Sechs Wohnungen sollen in dem Bau entstehen. Außerdem werden die Schwarzwälder Pilzlehrschau und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wieder Platz in den Räumen finden. „Bei einem Gebäude wie diesem sieht man immer wieder etwas Neues, was es zu beachten gilt, wenn man auf der Baustelle ist“, erklärte Architekt Fritz Wöhrle, der das Projekt verantwortet, auf eine frühere Anfrage unserer Redaktion. Eine detaillierte Bestandsaufnahme und das Erstellen genauer Zeichnungen war deshalb die Grundlage der Planungen.
Die Herausforderung bei einer Sanierung unter Denkmalschutz: Moderne energetische Standards würden sich nur eingeschränkt umsetzen lassen.
Größter Kostenfaktor werden wohl die Verputzarbeiten. Zwei Angebote gingen ein, das günstigste für 148 179,74 Euro von der Firma Frittlingen. Ebenfalls deutlich zu Buche schlagen die Trockenbauarbeiten (knapp 120 000 Euro) für die die Verwaltung die Firma Harald Reisch beauftragen möchte. Die Firma Mabetec aus Haslach soll den Auftrag für die Malerarbeiten (112 170,71 Euro) bekommen. Die Heizungsarbeiten werden mit gut 113 000 Euro (Firma Aicher) veranschlagt. „Aicher“ soll auch den Auftrag für die Sanitärarbeiten (rund 120 000 Euro). Für Natursteinarbeiten (Firma Roth Natursteine) wird mit rund 86 000 Euro Kosten kalkuliert. Die Rohbauarbeiten sollen an die Hornberger Firma Kaltenbach gehen. Die gab laut den Unterlagen der Verwaltung mit 25 714,57 Euro das günstigste Angebot von den drei abgegebenen ab.
Zimmererarbeiter werden teurer als geplant
Der Betrag für die Zimmererarbeiten im Innenbereich schlagen teurer zu Buche. Rund 40 000 Euro sind von der Firma Wentz aus St. Georgen veranschlagt.
Estricharbeiten stehen ebenfalls an – für geschätzt 18 500 Euro (Firma Chini). Die Fliesenarbeiten will die Verwaltung an die Schiltacher Firma Arnold für rund 36 000 Euro vergeben.
Eine Frage bleibt vorerst jedoch offen: Wer übernimmt die Elektroarbeiten in dem denkmalgeschützten Bauwerk? „Das Gewerk wurde unter vier Firmen beschränkt ausgeschrieben. Keine Firmen haben ein Angebot abgegeben“, heißt es dazu in den Unterlagen. Es werde empfohlen, ein Verhandlungsverfahren ohne Teilnehmerwettbewerb durchzuführen.
Das Architekturbüro Wöhrle wird drei Bieter zur Angebotsabgabe auffordern. Es darf mit den Bietern verhandelt werden. Alternativ könne eine weitere Ausschreibung veranlasst werden. Das Angebot müsste hierzu aber grundlegend verändert werden, heißt es.
Die Flächen
Das Gebäude hat eine Gesamtfläche von 750 Quadratmetern, wie die Stadt auf Nachfrage erklärt. Die Pilzlehrschau und das DRK sollen nach der Sanierung jeweils etwa 120 Quadratmeter zur Verfügung gestellt bekommen. Die Wohnungen werden zwischen 60 und 100 Quadratmeter groß.