Das neue Herbststück der Hornberger Freilichtbühne steht fest: Mit dem Nonnen-Musical erfüllt sich Regisseur Marvin Polomski einen langgehegten Wunsch.
Das neue Herbststück der Hornberger Freilichtbühne steht fest. Nach der rosabunten Komödie „Natürlich Blond“ wird in diesem Jahr „Sister Act“ unter dem Hornberger Schloss zu sehen sein. Für Regisseur Marvin Polomski geht damit ein langgehegter Wunsch in Erfüllung.
„Auf dieses Stück hatte ich schon lange Lust, da ich gerne Stücke mache mit starken weiblichen Rollen und das ist Sister Act“, berichtet er im Gespräch mit unserer Redaktion. Aus diesem Grund habe er vor Jahren schon einmal versucht, die Rechte für „Sister Act“ zu bekommen, was sich als recht schwer erwies. Umso mehr freut Polomski sich, dass es dieses Jahr endlich geklappt hat und die Freilichtbühne nun den Zuschlag erhalten hat.
Die Zuschauer können sich laut Polomski auf einen „mitreißenden Abend voller Humor, Herz und großartiger Musik freuen.“ Im Mittelpunkt steht demnach die unglaubliche Verwandlung einer Nachtclubsängerin zur „Nonne wider Willen“, jede Menge Situationskomik, starke Frauenfiguren und berührende Momente – verpackt in eine sehr moderne, energiegeladene Show. „Wer den Film liebt, wird auch beim Musical nicht enttäuscht werden“, verspricht der Regisseur.
Er betont aber auch, dass das Musical nicht die Songs aus dem bekannten Film mit Whoopi Goldberg verwendet. Für die Bühne wurde eigens eine neue Partitur von Alan Menken, der unter anderem für Disney tätig ist, komponiert. Die Film-Lieder sind nämlich überwiegend weltbekannte Pop- und Discosongs, deren Rechte und dramaturgische Struktur sich nicht eins zu eins in ein Bühnenmusical übertragen lassen. Stattdessen erzählen die neu geschriebenen Songs die Geschichte gezielt weiter, sind genau auf die Figuren und Szenen abgestimmt und geben dem Stück eine eigene musikalische Identität.
Eingängige, mitreißende Nummern bleiben im Ohr
„Das bedeutet aber keineswegs, dass dem Publikum etwas ,fehlt’, im Gegenteil: Es gibt viele eingängige, mitreißende Nummern, die sofort im Ohr bleiben, große Gospel- und Chormomente und emotionale Balladen“, schwärmt Polomski. Die Musik transportiere die Handlung hervorragend, verstärke den Witz und die Spannung der Story und sorge für genau das, was man sich von „Sister Act“ wünsche: große Gefühle, viel Spaß und einen Abend, bei dem man garantiert beschwingt aus dem Theater geht.
Wie bei allen anderen Stücken, bei denen er Regie führt, bezeichnet Polomski sich selbst als größte Herausforderung. „Ich hab einen ziemlich großen Anspruch an mich und meine Produktion und fordere damit mein Team wie Spieler, Kostüme, Technik oder Bühnenbau sehr heraus“, führt er aus. Die Vorbereitungen für „Sister Act“ sollen beginnen, wenn die letzte Aufführung von „Natürlich blond“ stattgefunden hat. Danach soll mit der Besetzung für die Rollen des neuen Herbststücks begonnen werden. Nach Polomskis Schätzungen werden 25 Darsteller benötigt werden; das Team hinter der Bühne wird wahrscheinlich in etwa gleich groß sein. Ansonsten soll sich nicht viel ändern; es wird im gewohnten Zeitraum ab Ende Oktober gespielt und dann über drei Wochenenden. Die Preise bleiben gleich und auch die beliebte Aftershowparty soll es wieder geben.
Die Handlung
Als die Nachtclubsängerin Deloris Van Cartier Zeugin eines Verbrechens wird, bleibt ihr nichts anderes übrig, als vor einem gefährlichen Gangster zu fliehen. Sie wird ausgerechnet in einem Kloster versteckt. Unter neuem Namen, nämlich als Schwester Mary Clarence, trifft sie dort auf ein völlig anderes Leben. Was als reines Versteckspiel beginnt, verwandelt sich in eine Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und die Kraft der Musik. Deloris bringt frischen Schwung in den Nonnenchor – und entdeckt dabei, dass Verbundenheit manchmal an den unerwartetsten Orten entsteht. Das Stück ist für Zuschauer ab 14 Jahren geeignet. Die Musik stammt von Alan Menken die Gesangstexte von Glenn Slater. Das Buch schrieben Cheri und Bill Steinkellner.