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Hornberg "Zwischen Himmel und Hölle"

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Die Geehrten des Vereins: Thomas Bossert (von links), Stefanie Bossert, Peter Reeb, Heike Raith und Fred-Jürgen Becker. Von den 22 zu Ehrenden waren nur die Genannten anwesend. Foto: Schwarzwälder Bote

Unterschiedlicher hätten die Bilanzen des Historischen Vereins bei der Hauptversammlung nicht ausfallen können. Dem Glanzjahr 2019 mit Zuschauer- und Einnahmerekorden folgte das vollständige Aus im Jahr 2020.

Hornberg. Wegen der Pandemie mussten alle drei Stücke vollständig abgesagt werden. Das verdeutlichte der Vorsitzende Thomas Bossert. "Insgesamt war 2019 ein Rekordjahr!", verkündete Bossert mit berechtigtem Stolz. Währenddessen hatten viele Freilichtbühnen im Land zu kämpfen. Die geplanten 22 Vorstellungen konnten alle gespielt werden, aber teils bei unbeständiger Witterung. Das Experiment "Saalstück" im Oktober in der Stadthalle war ein unerwartet großer Erfolg. Alle Vorstellungen waren ausverkauft. Verwaltungsmäßig kamen zu sieben Vorstandssitzungen zwei Ausschusssitzungen hinzu. Die sechs Newsletter per E-Mail kamen bei den Mitgliedern bestens an.

Trachtengruppe ist das Aushängeschild

Auch die Spartenleiter berichteten und bestätigten die positive Darstellung und die Zahlen des Vorsitzenden: Thomas Weißer für das Volksschauspiel, Sabine Schemel für das Familien- und Heike Raith für das Erwachsenenstück. Für die Trachtengruppe erwähnte Else Reeb viele Aktivitäten. Die Gruppe ist ein Aushängeschild des Vereins. Die Zusammenarbeit mit der Trachtengruppe Lauterbach klappt ausgezeichnet.

Zum Spielbetrieb kamen der Ausflug, der Besuch anderer Freilichtbühnen, das Mittelalterfest in Hornberg und die Teilnahme beim Blutspenden und die Typisierungsaktion für Blutkrebskranke. Gut angenommen werden die Workshops mit Theaterprofis. Die Kameradschaft ist wichtig. Der Vorsitzende lobte die große Zahl von Aktiven bei Arbeitseinsätzen und Ausbesserungen an der Bühne sowie rund um die Anlage. In dem Zusammenhang wurde eine mittelfristige Investitionsliste für die kommenden Jahre erstellt.

Kassenwart Walter Aberle stellt aus gesundheitlichen Gründen sein Amt kurzfristig zur Verfügung. Sandra Weißer und Sandra Wöhrle führen die Geschäfte weiter. Im Überblick listete Bossert die Zahlen auf. Im Rekordjahr wurde ein ansehnlicher Überschuss erwirtschaftet. Die Erneuerung der sanitären Anlagen und die Anlage des behindertengerechten Zugangs und ein neuer Geräteschopf erfordern jedoch alle Mittel, auch die Zuschüsse von Gemeinde und Land.

Keine Einnahmen aus Eintrittsgeldern, dafür auch keine Ausgaben für den Spielbetrieb stehen in 2020 zu Buche. Trotzdem gibt es laufende Kosten. Im Gegensatz zu etlichen Bühnen im Land, die vor der Insolvenz standen oder stehen, konnten die Hornberger dank sparsamen Wirtschaftens und Rücklagen die Durststrecke bis jetzt überwinden.

Bürgermeister Siegfried Scheffold dankte dem Verein für die vielfältigen Aktivitäten. Besonders die Aufführungen tragen den Namen der Stadt über die Region hinaus. Er lobte den Beitrag des Vereins zum kulturellen Leben der Stadt. Wichtig seien auch die baulichen Maßnahmen. Dass das Jahr 2020 für alle Vereine eine besondere Herausforderung bedeute, brauche nicht besonders betont zu werden.

Es sei zu hoffen, dass im kommenden Jahr wieder gespielt werden kann. Laut Bossert wird abgewartet, ob das Stück "Zickenzirkus" im Spätjahr noch aufgeführt werden kann.

Für ihre langjährige Tätigkeit wurden die aus privaten, beruflichen und gesundheitlichen Gründen Ausscheidenden Peter Reeb (Kasse und Organisation), Bärbel Ketterer (Volksstück), Gebhard Kienzler (Erwachsenenstück) und Walter Aberle (Kassenwesen) mit einem Geschenk sowie viel Lob und Anerkennung verabschiedet.

Für zehn Jahre geehrt wurden: Fred Becker, Waltraud Becker, Stefanie Bossert, Thomas Bossert, Jörg Fehrenbacher, Leon Fehrenbacher, Jan-Niclas Frey, Nils Frey, Jürgen Frey, Kerstin Frey, Josef Frey, Jamie Sauter, Silke Fricke, Celine Fricke, Lara Fricke, Gerhard Lauble, Marco Marezik, Heike Raith, Fabian Raith

20 Jahre: Beate Brohammer         

40 Jahre: Maria Blum

50 Jahre: Peter Reeb

Der neue Vorstand:

Vorsitzender ist Thomas Bossert. Seine Mitarbeiter sind Fritz Wöhrle und Maurizio Fabiano (neu), Kassenverwalterinnen Sandra Weißer und Sandra Wöhrle (beide neu), Schriftführerin Eva Laumann (kommissarisch), Jugendarbeit Alexander Gotthans, Fabian Bonath, Moritz Wöhrle (beide neu), Obmann Volksstück Thomas Weißer, Obfrau Familienstück Sabine Schemel, Obfrau Erwachsenenstück Heike Raith, Obfrau Trachtengruppe Else Reeb. Hinzu kommen verschiedene Mitglieder in erweiterten Ausschüssen. Gabi Kaspar machte ihren Platz im Vorstand für eine Jüngeren, Maurizio Fabiano, frei.

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