Unter anderem mit Willi Lauble etablierte sich eine Jugendgruppe. Repro: Lauble Foto: Schwarzwälder Bote

Vereine: MSC blickt auf eine bewegte Geschichte zurück / Erster Trial in den 1960er-Jahren

Der Motorsportclub (MSC) Hornberg richtet am Sonntag, 24. Juni, zum 50. Mal sein Motorradtrail aus. Der Verein blickt laut einer Mitteilung auf eine wechselvolle und nicht immer einfache Geschichte dieser Veranstaltung zurück.

Hornberg (red/lst). Wenige Jahre nach der Gründung des Vereins 1964 waren einige Mitglieder in dieser Sportart unterwegs. Während es damals vorwiegend in Eigenarbeit umgebaute Motorräder waren, sind die heutigen Sportgeräte leicht, wendige und trotzdem robuste Spezialteile, heißt es.

Auch die Ausstattung der Sportler änderte sich. Während zu Beginn Blaumann, Schiebermütze und Arbeitsschuhe als Wettbewerbskleidung durchgingen, geht heute ohne Helm, Stiefel und Protektoren gar nichts mehr. Auch der Austragungsort für das Motorradtrail war nicht immer der selbe. Immer wieder suchten die Mitglieder aus unterschiedlichen Gründen neues Terrain. "So kamen wir vom Siehdichfür auf dem Hardt über den Gesundbrunnen und Rubersbach in Hornberg in den Steinbruch Uhl in Niederwasser", berichtet die Vorsitzende Judith Kaspar.

Bei den ersten Rennen müssen Wertungsrichter noch Kopfrechnen

Die Motorradtrialer seien ein harter Haufen und starten bei jedem Wetter, was bisweilen das Auswertungsteam an die Grenzen gebracht habe, so der MSC. Einmal waren die Auswertungskarten vom Dauerregen total aufgeweicht, sodass das Team sie am Ofen im Bauwagen trocknete, damit überhaupt eine Wertung stattfinden konnte. Nach dem Trocknen war Kopfrechnen angesagt. Eine Ergebnisliste mit drei Durchschlägen per mechanischer Schreibmaschine listete dann Sieger und Platzierte auf. Dank moderner Technik informieren sich die Sportler heute zwischen den Runden über Zwischenstände und Strafpunkte. Es kommt auch mal vor, dass eine Sektion sich über Nacht in ein Wasserloch verwandelt und gestrichen wird.

Anfängliche Skepsis und Befürchtungen, dass sich bei den Motorradtrials "Halbstarke" und "Rabauken" unkontrolliert austoben, legten sich mit den ersten Erfolgen. Nachdem unter anderen Willi Lauble, der 2015 verstarb, und Werner Braun sich der Sportart verschrieben hatten, etablierte sich eine eigenständige Jugendgruppe. Mit Martin Hengstler und Dieter Lauble haben dort Mitglieder des MSC ihre ersten Versuche im Motorsport unternommen, die bis heute noch im Verein dabei sind.

Erfolg: Beim Wettkampf in Köngen waren am vergangenen Wochenende Mika Kraft mit einem achten und neunten Platz sowie Ludwig Bucholz mit einem zweiten Platz in ihren Leistungsklassen dabei. Joschka Kraft pausiert derzeit verletzungsbedingt. Er lieferte 2017 gute Leistungen ab und wurde in den Deutschlandkader berufen.

Wettbewerb: Ein Lauf zur baden-württembergischen Jugendmeisterschaft findet am Samstag, 23. Juni, mit Starts um 11 und 13 Uhr statt. Am Sonntag, 24. Juni, wird um 9 und 13 Uhr gestartet. Die Siegerehrungen sind für circa 17.30 und 18 Uhr am Samstag, und am Sonntag für circa 13.30 und 16.30 Uhr geplant.