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Hornberg "Zukunftsweisende Entwicklung"

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Mit dem Seniorenheim am Schofferpark ist für die Hornberger ein Herzenswunsch erfüllt worden.Foto: Jehle Foto: Schwarzwälder Bote

Alle Bevölkerungsgruppen Hornbergs profitieren von der vor 20 Jahren begonnen städtebaulichen Sanierung "Nord". Dies wurde deutlich beim Abschlussbericht der Maßnahme in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Hornberg. "Wir haben alle Register gezogen und Chancen genutzt", verwies Bürgermeister Siegfried Scheffold auf die außergewöhnlich lange Förderperiode, die das Projekt auszeichnet. Rund 4,8 Millionen Euro Fördermittel seien in kommunale und private Maßnahmen geflossen.

Die Beseitigung der ehemaligen Industriebrache und deren Neuordnung wertete Scheffold als zukunftsweisende Innenentwicklung der Stadt. Mit den Senioreneinrichtungen auf dem Schoffer­areal sei auch ein lang gehegter Wunsch der Bürger erfüllt worden.

Arbeitsplätze geschaffen und gesichert

"Die Sanierung darf als überaus erfolgreich dargestellt werden", schloss sich Matthias Weber, Geschäftsführer des städtischen Sanierungsträgers Kommunal Konzept in Freiburg, den Ausführungen Scheffolds an. Weber begleitete das Großprojekt über den gesamten Zeitraum und stellte in der Sitzung den Abschlussbericht vor.

Der bunte Strauß an Maßnahmen für städtebauliche Entwicklung sei noch zu D-Mark Zeiten gestartet. Die dafür bereitgestellten Fördermittel des Landes wurden laut Weber in 19 Auszahlungsanträgen zusammen mit den Komplementärmitteln der Kommune beim Regierungspräsidium Freiburg abgerufen.

Die Stadt habe dafür gesorgt, dass sowohl aus kommunaler als auch sehr stark von privater Seite innerhalb des Gebiets saniert wurde. "Dadurch konnten zum einen die örtlichen und regionalen Handwerksbetriebe profitieren, aber auch Arbeitsplätze in der Region gesichert und zusätzliche geschaffen werden", unterstrich Weber.

Er erinnerte in einem Rückblick an Meilensteine der Sanierung wie die Erschließung des PE-Geländes und den Bereich der Villa Schoffer. Das Wohngebiet, das zu bewusst günstigen Preisen vorrangig jungen Familien angeboten wurde, stellt laut Weber die gewünschte Durchmischung sicher. Zudem sei bei der Planung konsequent auf eine behindertengerechte und barrierefreie Gestaltung geachtet worden.

"Die Einrichtung eines stadtnahen Parks stellt sowohl für die dortigen Bewohner als auch für die Gesamtstadt und Touristen eine erhebliche Steigerung der Aufenthaltsqualität dar", betonte Weber.

Weiterhin sei der naturnahe Rückbau des Gutachufers in Kooperation mit der Gewässerdirektion ein aktiver Beitrag zum Hochwasserschutz. Mit den verbleibenden Fördermittel wurden Bereiche der Hauptstraße umgestaltet. "Die Erwartungen des Landes hinsichtlich der Sanierung dürften vollumfänglich erfüllt worden sein", schloss Weber seinen Bericht.

Einstimmig folgte der Rat der Empfehlung des Geschäftsführers, keine Ausgleichsbeträge für eine sanierungsbedingte Bodenwertsteigerung festzusetzen.

Ebenfalls einstimmig wurde vom Rat die Aufhebung der Sanierungssatzung beschlossen, da die formulierten Ziele der Maßnahme vollumfänglich erreicht wurden. "Der Beschluss wird dem Grundbuchamt mitgeteilt und der Sanierungsvermerk gelöscht", erläuterte Scheffold. Die städtebauliche Entwicklung werde mit dem Sanierungsgebiet "Stadtmitte II / Werderstraße" seinen Fortgang nehmen.

Die Hornberger Stadtsanierung läuft bereits seit 1985. Das damalige Sanierungsgebiet "Stadtmitte" umfasste unter anderem die Umgestaltung des Kirchplatzes und Modernisierung des Rathauses. Direkt im Anschluss daran wurde im Jahr 1999 das Sanierungsgebiet "Nord" förmlich festgelegt mit dem Schwerpunkt der Gewerbebrache auf dem Gelände der ehemaligen Buntweberei Schoffer und dem angrenzenden städtischen Schlachthof. Nächste Schritte sind die Sanierung der Stadthalle sowie Modernisierungsmaßnahmen an den städtischen Gebäuden Stadtmuseum/Mediathek und Pilzlehrschau im Sanierungsgebiet "Stadtmitte II / Werderstraße".

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