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Hornberg "Vorbildliche Einrichtung geworden"

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Bürgermeister Siegfried Scheffold (von links), Ralf Fuhlert (Bühnenwart Historischer Verein), Thomas Bossert, Vorsitzender Historischer Verein, Henry Heller, bei der Verleihung der offiziellen Leader-Plakette durch Vorsitzender des Vereins Regionalentwicklung Mittlerer Schwarzwald Foto: Jehle Foto: Schwarzwälder Bote

Die kommende Saison der Hornberger Freilichtbühne wartet mit beachtlichen Verbesserungen für die Besucher auf. Das Konzept, das eine behindertengerechte Toilette beinhaltet, hat auch die Leader Aktionsgruppe (LAG) überzeugt.

Hornberg. Der Historische Verein hat mit seinem Bauprojekt "Sanitäre Anlagen und Erweiterung Kulissenschopf" das beengte Areal im Umfeld der Bühne optimiert. Das gemeinwohlorientierte Projekt wurde mit rund 39 000 Euro von der EU und dem Land gefördert, also <60 Prozent der Nettokosten in Höhe von 65100 Euro. "Das ist eine vorbildliche Einrichtung geworden", gratulierte Henry Heller, Vorsitzender des Vereins Regionalentwicklung Mittlerer Schwarzwald bei der Übergabe der offiziellen Förderplakette.

Punkteorientierte Wertungsmatrix erfüllt

Die Hürden für eine Förderung seien hoch, doch die Beiträge des Projekts zum Erreichen der geforderten Handlungsfeldziele erfüllen laut Heller die punkteorientierte Wertungsmatrix von Leader. Dazu gehören unter anderem zielgruppenspezifische Angebote für Jugendliche sowie Förderung von Teilhabe und Vielfalt.

"Die Aufführungen verbinden im Verein und bei den Besuchern Menschen jeden Alters und auch Gäste mit einem Handicap", unterstrich Heller. Positiv bewertet worden sei weiterhin, dass bei dem Bauprojekt Naturstein und Holz als wesentliche, regional passende Baustoffe zum Einsatz kamen.

Von Bedeutung ist laut dem Vorsitzenden ebenfalls, dass der beliebte Hornberger-Schießen-Weg durch die Freilichtbühne führt. Menschen mit Einschränkungen können während der Wandersaison mit dem sogenannten Euroschlüssel das öffentliche WC auch außerhalb der Veranstaltungen nutzen. Insofern werde außerdem die Leader Maßnahme "Behindertengerechter Schwarzwald" fortgeführt.

Weiterhin wurden in dem seitlich an die Bühne angrenzenden Holzschopf zwei weitere Damentoiletten eingebaut, was die bisher üblichen langen Warteschlangen während der Pausen in den Aufführungen beträchtlich verkürzen dürfte. Durch den Einbau der sanitären Anlagen mussten die wegfallenden Lager- und Werkstattflächen durch einen Anbau kompensiert werden.

"Das Projekt ist ein Paradebeispiel für regionale Entwicklung, ein echter Mutmacher in schwierigen Zeiten", betonte Bürgermeister Siegfried Scheffold. Es sei ihm auch persönlich wichtig, öffentliche Einrichtungen barrierefrei zu gestalten. Die Stadt habe sich mit zehn Prozent an den zuwendungsfähigen Kosten beteiligt (rund 6527 Euro). Die Hornberger Bürgerstiftung hat laut Scheffold, der auch Vorsitzender des Kuratoriums ist, ebenfalls mit 10 000 Euro zur Finanzierung des Projekts beigetragen.

Ein besonderer Dank des Bürgermeisters ging an Fritz Wöhrle, stellvertretender Vorsitzender des Historischen Vereins und Gemeinderat. Wöhrle hatte sich bei der aufwendigen Antragstellung der Fördermittel und der Organisation der Handwerker stark eingebracht.

Dem Dank schloss sich Thomas Bossert, der Vorsitzende des Historischen Vereins an: "Es hat alles super geklappt." Der Verein habe auch den vierstelligen Betrag, den er beim Förderwettbewerb der Volksbank erhalten habe, bei dem Projekt eingesetzt.

Die öffentliche behindertengerechte Toilette der Freilichtbühne ist die erste dieser Art in Hornberg. Der Schlüssel, der europaweit bei mehr als 12 000 Toiletten passt, wird ausschließlich an Menschen ausgehändigt, die auf behindertengerechte Toiletten angewiesen sind. Infos unter info@cbf-darmstadt.de CBF Darmstadt – Club Behinderter und ihrer Freunde e.V.

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