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Hornberg Unverzichtbar im Gesundheitssystem

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Der Ärztliche Direktor der Oberberg-Klinik Hornberg, Andreas Wahl-Kordon (links), und die Kaufmännische Direktorin, Sabine Pirnay-Kromer, informierten den CDU-Bundestagsabgeordneten Thorsten Frei über die Folgen der Pandemie.Foto: Büro Frei Foto: Schwarzwälder Bote

Über die Problematik der weggebliebenen Patienten und somit fehlender Einnahmen hat sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei in der Oberbergklinik in Hornberg informiert. Es ging auch um Möglichkeiten der Verbesserung in der Zukunft.

Hornberg (red/cko). Frei sprach laut einer Mitteilung mit dem Ärztlichen Direktor, Andreas Wahl-Kordon, und der Kaufmännischen Direktorin, Sabine Pirnay-Kromer.

Eine schwierige Phase musste das Klinikum in den vergangenen Monaten selbst durchleben, da wegen der Corona-Pandemie die Patienten ausblieben und somit auch die Einnahmen wegbrachen. In dieser Zeit hätte die Klinikleitung gerne ihre Holding unter dem von der Bundesregierung aufgespannten Schutzschirm für öffentliche Kliniken gesehen.

Psychische Belastungen an der Spitze der Auslöser von Arbeitsausfällen

"Wir sehen uns mit unserer Arbeit als wichtigen und unverzichtbaren Teil des Gesundheitssystems in Deutschland", betonte Andreas Wahl-Kordon, "und es wäre schön, wenn wir als systemzugehörig von Politik und Krankenkassen gesehen würden."

Thorsten Frei widersprach diesem Wunsch nicht: "Sie rennen offene Türen bei mir ein." Denn er erkenne die großen Leistungen der privat geführten Kliniken zum Wohl der Gesellschaft. Diese sollten Politik wie Krankenkassen anerkennen und zumindest mit den üblich gezahlten Behandlungssätzen in öffentlichen Krankenhäusern vergüten. "Psychische Belastungen haben inzwischen andere Erkrankungen als Grund für Arbeitsausfälle an der Spitze abgelöst. Jeder Ausfall einer Arbeitskraft kommt unsere Gesellschaft teuer zu stehen. Rasche Hilfe bedeutet in meinen Augen eine schnellere Genesung. Das ist doch im Sinn aller."

Andreas Wahl-Kordon zeigte dazu die aktuelle Problematik im System am Beispiel einer Patientin auf: "Ihr wurde ein Therapieplatz in einem Jahr in Aussicht gestellt. Bei uns liegt die Wartezeit aktuell bei drei bis vier Wochen." Wartezeiten nach der bedrohlichen Flaute im Frühjahr? "Wir haben im Haus stets einen hohen Anteil an Ärzten, die unsere Hilfe suchen. Und aktuell haben wir auch deutlich mehr Patienten aus allen Bereichen mit Angststörungen", meinte Wahl-Kordon. Und: Corona habe in der Breite deutliche Spuren im psychischen Bereich hinterlassen.

Sabine Pirnay-Kromer wies dabei auch auf den finanziellen Schaden bei den Krankenkassen hin: "Nach sechs Wochen Arbeitsausfall muss die Krankenkasse finanziell mit dem Krankengeld einspringen. Sie spart also nichts. Private Angebote sehe ich daher auch als wirtschaftliche Option für die Kassen, wenn diese einen Teil der Behandlung übernehmen. Viele Patienten seien für eine schnelle Behandlung bereit, einen Teil der Kosten zu übernehmen." Nicht wenige gesetzlich Versicherte nähmen bereits heute die gesamten Kosten in Kauf, nur um schnell wieder gesund zu werden.

Andreas Wahl-Kordon sprach noch eine zweite Schieflage im Wettbewerb der Kliniken an: "Wir müssen unsere Leistungen alle mit dem vollen Umsatzsteuersatz abrechnen. Das macht unsere Leistungen nochmals deutlich teurer im Vergleich zu öffentlichen Kliniken." Thorsten Frei versprach, auch dieses Thema in Berlin zu adressieren.

Die Oberberg Fachklinik in Hornberg ist eine private Akutklinik mit 60 Betten. Von hier aus ist in den vergangenen Jahren im ganzen Land ein Verbund aus mehreren Häusern, die Oberberg Kliniken GmbH, entstanden, in der seelisch, psychosomatisch und psychiatrisch erkrankte Menschen Hilfe erhalten.

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