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Hornberg "Stecken den Kopf nicht in den Sand"

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Das Hotel Schöne Aussicht in Hornberg hat zur Zeit geschlossen. Foto: Schöne Aussicht Foto: Schwarzwälder Bote

Viele der Hornberger Gastronomen bieten seit Beginn des Teil-Lockdowns wieder Essen zum Mitnehmen an. Nicht so die "Schöne Aussicht". Der Schwabo hat Michaela Duffner befragt.

Hornberg. "Wir haben zur Zeit komplett zu", informiert die Chefin des Hotels. "Anfang November 2019 haben wir hier oben bereits einen Meter Schnee gehabt", begründet sie das teilweise mit dem Wetter. "Für ein Schnitzel fährt niemand im Schnee hier hin", sagt Duffner.

Einen entsprechenden Lieferservice aufzubauen, wäre zu aufwendig gewesen, es hätte sich nicht gelohnt. "Es wären einige Lieferwagen und das entsprechende Personal nötig gewesen. Im Endeffekt wäre das einen Milchmädchenrechnung gewesen", so Duffner. Die Ausgaben wären wahrscheinlich höher als die Einnahmen gewesen.

Mitarbeiter haben ihren Resturlaub genommen

So haben die Mitarbeiter ihren Resturlaub genommen. Ausländische Mitarbeiter sind in ihre Heimatländer gefahren. "Sie jetzt wieder zurück zu holen, weil das Wetter doch besser ist, geht nicht", sagt die Gastronomin.

Sie ist nun mit ihrer Familie alleine in dem großen Anwesen. "Wir haben energietechnisch alles heruntergefahren, beispielsweise Sauna und Schwimmbad", informiert Duffner. Die Beherbergung von Geschäftsreisenden ist zwar wie im Frühjahr erlaubt, aber das sei kein Thema: Die meisten seien ja im Homeoffice. "Und für einen Einzelreisenden die Heizung anzuschmeißen, lohnt sich nicht", rechnet Duffner vor.

"Wir kalkulieren die staatlichen Hilfen erst einmal nicht mit ein", ist sie vorsichtig. Wer rechnen könne, könne auch mal einen Monat so überstehen, aber nach dem Lockdown im Frühjahr und dem anschließend schleppend angelaufenen Geschäft seien die Rücklagen aufgebraucht. Der Oktober habe jedoch gut Umsätze gebracht, davon zehre man jetzt.

"Wir hoffen Weihnachten und Silvester Vollgas geben zu können", so die Hotelchefin. Wenn das Hotel und das Restaurant Weihnachten geschlossen bleiben müsse, sei es das erste Weihnachtsfest seit 20 Jahren, an dem sie nicht arbeiten muss. Eine neue Erfahrung für Michaela Duffner.

Die Zeit nutzen die Duffners beispielsweise um einen neuen Aufzug im Haupthaus einzubauen Nach dem Lockdown im Frühjahr konnten sie überraschend schnell wieder öffnen, da sei vom vorhergehenden Umbau einiges liegen geblieben. Die Duffners investierten laut Aussage der Gastronomin 3 Millionen in den Umbau und dann kam die Pandemie. "Wir haben uns an alle Hygienevorschriften gehalten und mussten dann doch wieder schließen", bedauert sie. Aber die Duffners stecken den Kopf nicht in den Sand, wie sie sagt. Sie hoffen darauf, zu Weihnachten viele Geschenkgutscheine verkaufen zu können.

Die Bundesregierung unterstützt laut Webseite der Regierung "die betroffenen Betriebe, Unternehmen und Selbstständigen mit umfassenden Wirtschaftshilfen". Wie die Hilfen vom Staat aussehen, ist laut Michaela Duffner aber nicht klar. Es ist noch nicht einmal möglich, einen Antrag zu stellen, sagt sie. Genauere Informationen dazu gebe es wahrscheinlich erst am 25. November.

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