Bildung: Hausenstein-Schule wird Naturparkschule / Freude über die Vertragsunterzeichnung

Der Startschuss zur Naturparkschule ist in Hornberg mit Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung in der Wilhelm-Hausenstein-Schule gefallen. Jetzt gilt es die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung im Curriculum der Schule zu verankern.

Hornberg. Manuela Riedling seitens des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord und Sina Schmidt als zuständige Projektverantwortliche waren am Montagmorgen in die Hornberger Schule gekommen, um die Modalitäten vorzustellen.

Als Grundlage hatten der Gemeinderat und die Schulkonferenz im Vorfeld einen entsprechenden Beschluss fassen müssen. Jetzt gilt es, die ersten vier Module umzusetzen, bevor es als Höhepunkt die Auszeichnung als Naturparkschule mit Urkunde und Plakette im Rahmen eines Schulfests geben wird.

Kinder sollen Gespür für die Natur entwickeln

Anschließend beginnt eine fünfjährige Zertifizierungsphase, in der jedes Jahr acht Module zur Bildung für die nachhaltige Entwicklung angeboten werden müssen. "Diese Mindestanforderung ist aber nicht das Ende der Fahnenstange, die Entscheidung liegt ganz bei der Schule", erklärte Manuela Riedling.

Hornbergs Bürgermeister Siegfried Scheffold war in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Naturparks bereits bei mehreren Auszeichnungs-Feiern dabei und betonte: "Das ist ein absoluter Mehrwert für die Schule." Man wolle den Kindern etwas mitgegeben, über die Digitalisierung hinaus zur Bewusstseins-Bildung beitragen. Die Kinder sollen ein Gespür für die Natur entwickeln, für die Nachhaltigkeit und den Klimaschutz. "Auch wenn wir mitten im Schwarzwald sind haben sich Lebenswelten verändert", begründete Scheffold die Notwendigkeit.

Schulleiterin Anja Strittmatter und das Kollegium hätten das Projekt von Anfang an mitgetragen und Konzepte entwickelt. Sina Schmidt habe als Bio-Bäuerin auf dem Hornberger Gründlehof Hornberg einen ganz engen Bezug zur Natur und sei für die fachliche Begleitung bestens geeignet.

Nach der langen Corona-Pause sei man jetzt recht spontan gestartet, erklärte Sina Schmidt den aktuellen Stand. Die dritte Klasse habe in einem ersten Modul die Pilzlehrschau besucht, mit der vierten Klasse gehe es in der kommenden Woche zusammen mit einer Forstpädagogin des Amts für Waldwirtschaft auf den Walderlebnispfad.

"Damit haben wir bis zum Sommer zwei Module erfüllt, im Herbst stehen dann die Herstellung von Apfelsaft im Freilichtmuseum und der Besuch des Hornberger Narrenschopfes als Module auf dem Programm." Dass diese Exkursionen immer erst am Ende eines Moduls stehen würden, erklärte Anja Strittmatter am Beispiel der fächerübergreifend ausführlichen Bearbeitung des Themas "Apfel". Die Naturparkschule sei darauf ausgelegt, außerschulische Partner mit einzubinden und damit ein Stück weit die Freude an der Schule zu befeuern und andererseits den Institutionen eine Plattform zu bieten.

Was laut Sina Schmidt jetzt schon auffalle, sei die Begeisterung und Leidenschaft, mit der jeder sich einbringe und die weit über die reine Wissensvermittlung hinausginge. "An Möglichkeiten und Ideen fehlt es nicht", erklärte sie und verwies auf Themen wie Trachten, Bienen, Schafe, Heuwiesen oder das Wild im Wald.

Während der Zertifizierungsphase trägt der Naturpark 60 Prozent der förderfähigen Kosten. Für die Startphase benannte der Bürgermeister Zahlen: "Unser Antrag auf Förderung der bisherigen Kosten in Höhe von 9 500 Euro wurde mit 5 600 Euro bewilligt."

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