Ein kleiner Plausch auf dem "Waldsofa" (von links): Magdalena Gramer, Siegfried Scheffold und Mirjam Staiger Foto: Jehle

Ferienspaß: Hornberger Programm ist äußerst beliebt / Insgesamt 70 Teilnehmer in fünf Gruppen

Die "Kinderstadt" im Rahmen des Hornberger Ferienprogramms findet auch in diesem Sommer großen Zuspruch. Am Donnerstag besuchte Bürgermeister Siegfried Scheffold die "Konditorei" und "Förster" im Jugendheim Unterschembachhof.

Hornberg. "Das duftet ja köstlich", schnupperte Scheffold bei den Donut-Bäckern und bediente sich gerne bei dem von den Kindern auf einem Teller angebotenen bunten Leckereien. Voller Eifer hatten die Kinder den Teig hergestellt, verarbeitet und das Gebäck nach allen Regeln der Konditorkunst farbenfroh verziert.

Nach der kleinen Stärkung ging es in den Wald. Dort war für die Kinder viel geboten. Ein Waldsofa, gemütlich gepolstert mit Moos, das unter der Anleitung von Jugendreferentin Magdalena Gramer gebaut worden war, lud zum Verweilen ein. Während des Pressetermins nahmen aber nur Bürgermeister, Jugendreferentin sowie Mirjam Staiger, Kinderstadt-Bürgermeisterin und Organisatorin vom Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) Hornberg, für einen kleinen Plausch darauf Platz.

Die Kinder waren viel zu beschäftigt: Manche "räumten einfach auf" und schleppten dürre Äste und Gezweig auf einen Haufen. Andere kletterten oder balancierten auf einem zwischen Baumstämmen aufgespannten Seil unter der Obhut mehrerer Mitarbeiter. "19 Mitarbeiter betreuen die 70 Kinder, die in fünf Gruppen aufgeteilt wurden", informierte Staiger. Aufgrund der Pandemie sei sicherheitshalber beschlossen worden, wie im vergangenen Jahr kleine Gruppen einzurichten und die Dauer auf zwei Tage zu beschränken. Das erforderliche Hygienekonzept sei ebenfalls wieder von der Stadt erstellt worden.

Die Teams mit je zehn bis 15 Kindern verteilten sich auf die Reichenbacher Gehöfte Maierhof, wo Tierhaus-Architekten Vogelhäusle bastelten, und die "Landwirte" beim Mooshof. "Wir versuchen, den Kindern Abwechslung zu bieten, aber der ›Landwirt‹ ist so beliebt, dass wir den wieder angeboten haben", meinte Staiger.

"Bäcker", "Konditoren", "Apotheker" oder "Landwirte"

Im evangelischen Pfarrhaus stellte das "Apothekerteam" unter anderem Lippenbalsam her und im Unterschembachhof waren die "Konditoren" und die "Förster" untergebracht.

Scheffold war von dem Konzept begeistert: "Für diesen Riesenerfolg spreche ich Ihnen ein großes Kompliment aus." Den Kindern würden unter anderem mit einem anspruchsvollen Programm und viel Spaß traditionelle Berufsbilder näher gebracht. Auf Nachfrage des Bürgermeisters teilte Staiger mit, dass die Idee der Kinderstadt auf der Initiative von "Kirche unterwegs" beruhe. Beim Sommerferienprogramm von Hornberg ist die Kinderstadt seit nunmehr vier Jahren dabei.

Das "Waldsofa", das während des Sommerferienprogramms gebaut wurde, soll auch weiterhin genutzt werden. Mit den "Waldläufertagen" geht ein neues Jungschar-Projekt der evangelischen Kirche an den Start, wie Jugendreferentin Magdalena Gramer ankündigte. Gemeinsam hören die Kinder kurze Impulse aus der Bibel und erkunden Wälder und Natur rund um Hornberg. Ein genauer Termin für den Start steht noch nicht fest. Infos gibt’s per E-Mail an magdalena.gramer@cvjmbaden.de.

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