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Hornberg Historische Brände im Blick

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Bei der Betrachtung historischer Brände darf man nie die damaligen Löschmöglichkeiten vergessen. Quelle: Unbekannt

Niederwasser - Die Schwarzwaldhöfe waren wegen ihrer Baumaterialien (Holz und Stroh) stark feuergefährdet. Im ersten Teil unserer kleinen Serie über Brandunglücke berichteten wir von einem Bauernhof in Niederwasser. Ein erhaltener Bericht aus dem Jahr 1741 geben wir hier, auch von der Rechtschreibung her, im Original wieder.

"An die vorderösterreichische Regierung in Freiburg i. Breisgau. Excellenz und Gnaden! Hochwohlgebohrene, Hochedelgebohrene! Gnädig gebiethende Herren! Euer Excellenz und Gnaden sollt ohnangezeigt nitt lassen, dass massen am letzt verwichenen Samstag, den 9ten huius, nachts zwischen 11 und 12 Uhren ein in hiessiger Vogtey Niederwasser bey denen Hornbergs Gränzen liegender Bauern Hoff samt allem in selbigem befindlichen Haussrath, ›fuether‹, meisten Theils des gegen 40 Stückh beloffenen J.V. Viehs durch ein jähling entstandene hefftige Feuersbrunst nicht allein gänzlich eingeäschert, sondern auch zumahlen zum grössten Unglück der ansonst jederzeith Ehrlich und auch Gottesfürchtig geweste Bauer Urban Föhrenbach, dessen Hausfrau, ein gewachsene und vier kleine Döchtern, drei Dienst-Mägd, ein Frembder alldorthen übernacht gebliebenen Mann samt seinem Weib, Dochter mithin in allem 13 lebendige Perssonen jämmerlicher Weiss durch die wüthende Flammen verzehrt und getötet worden.

Ob nun zwahr mann Ursprung und dei Ursach dieser so verherent, schnellen Brunst nicht ergründen kann, und die noch dem Feuer entrunnenen Söhne und Knechte des Hauses dafür halten wollen, dass, weilen die Flammen Ihren Ausbruch in der Höhe des Hauses auf dem Obersten oder Fuether Thänn, allwohin man in dem Haus mit einem Feuer oder Licht niemahlen gekommen, genommen, auch zumahlen dasjenige Thor, durch welches man zu gesagten Obersten von aussen her hineingeht, eröffnet gewesen, ohngeachtet man selbiges doch abends vorher verschlossen habe, sothane Brunst glaublichen durch boshafte Einlegung des feuers geschehen seyn müsst, da besonders eines Theils das Feuereckh in dem Hauss aller Orthen sehr wohl versorgt gewesen, anderen Theils die hiesigen andere angränzende Herrschaften von vielem muffig und liederlichem Gesindel solcher Gestalten angefüllet ist, dass selbige auf denen Einschichtig herumliegenden Bauern-Höffen den Maister vollkommen spihlen, und so mann Ihnen nach Ihrer Impertinenz nicht alles geben oder gelassen will, Sie alsobald mit Mord und Brand drohen, mithin jedermännig in Schreckhen und dann Forcht, folglichen auch umsomehr in den Verdacht setzen, dass eben durch derley liederlicher Gesellen dieses Unglückh angestellt worden seyn könne."

Ihre Redaktion vor Ort Hornberg/Gutach

Lena Weimer

Fax: 07832 9752-15

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