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Hornberg Gründlehof wird grundlegend saniert

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Die Sanierung des Gründlehofs im Offenbachtal wird von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg unterstützt.Foto: Mensak Foto: Schwarzwälder Bote

Der Gründlehof im Offenbachtal ist ein eher kleinerer Schwarzwaldhof, der zuletzt mehrere Jahre leer stand. Jetzt wird der einsam gelegene Hof zunächst statisch ertüchtigt und dann innen wie außen saniert.

Hornberg (red). Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg teilt mit, dass sie das private Vorhaben mit 45 000 Euro fördert.

"Es gilt zuerst, die Stabilität des Gebäudes wiederherzustellen", erklärt Peter Rothemund, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Denkmalstiftung Baden-Württemberg. Unsachgemäße Eingriffe von Vorbesitzern hätten dazu geführt, dass der am Hang gelegene Hof mit charakteristischem Schopfwalmdach instabil wurde und zudem nicht mehr richtig durchlüftet wur-de. Dadurch konnte Nässe das Gebälk und Mauerwerk zusätzlich schädigen.

Ein Familienwohnsitz soll entstehen

Der so geförderte Hof mit der Adresse Gründlehof Nummer 139 ist nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Bioland-Hof mit der Adresse Gründlehof 56.

"Hier soll ein Familienwohnsitz entstehen, der den Charakter dieses historischen Gebäudes würdigt und seine historischen Elemente bewahrt", freut sich Rothemund. Der Eindachhof stammt aus dem 17. Jahrhundert, eine Balkeninschrift am Herrgottswinkel zeigt die Zahl 1683. Der zweigeschossige Wohnteil ist zur Talseite hin unterkellert, der Ökonomieteil ist ebenfalls gut erhalten.

Im Inneren sollen zunächst die Holzböden aufgearbeitet werden, außen wird der Putz am Sockelgeschoss gesichert und renoviert. Zusammen mit der Instandsetzung des hölzernen Traggerüsts bilden diese Arbeiten den Grundstock für die künftige denkmalgerechte Nutzung als Wohngebäude.

Nach ihrem Motto "Bürger retten Denkmale" fördert die Denkmalstiftung Baden-Württemberg insbesondere private Initiativen und gemeinnützige Bürgeraktionen, die sich für den Erhalt von Kulturdenkmalen im Land engagieren. 48 Projekte hat die Stiftung bürgerlichen Rechts bereits in diesem Jahr unterstützt.

Seit ihrer Gründung 1985 hat sie mehr als 1 500 Vorhaben gefördert, um Baudenkmale vor dem Verfall zu retten. Zwei Drittel davon waren Anträge von Privaten, Fördervereinen und Bürgerinitiativen.

Möglich ist die Arbeit der Stiftung, weil sie neben Erträgen aus dem Stiftungskapital auch Mittel aus der Lotterie Glücksspirale erhält. Für die Förderung und die Öffentlichkeitsarbeit zum Denkmalschutz bleibt die Stiftung auf Spenden angewiesen.

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