Mit der Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg zeichnete Justizministerin Marion Gentges (links) und Bürgermeister Siegfried Scheffold (rechts) am Samstag Bernhard Dold aus. Für dessen Ehefrau Eva-Maria gab es einen mit großem Dank verbundenen Blumenstrauß. Foto: Störr

Hornber - Nach der Auszeichnung mit der Bürgermedaille in Gold ist Bernhard Dold als einer der ersten Bürger Hornbergs jetzt mit der Staufermedaille ausgezeichnet worden. Coronabedingt fand die Auszeichnung im kleinen Rahmen statt.

Bernhard Dold hatte sich mehr als die Hälfte seines Lebens für die Allgemeinheit eingesetzt: Als Ortsvorsteher, Gemeinderat, Pfarrgemeinderat und in den Vereinen.

Bürgermeister Siegfried Scheffold blickte zunächst auf die ursprünglich geplante Auszeichnung im November zurück, die aufgrund der Corona-Beschränkungen dann kurzfristig verschoben wurde. "Wir wollten die Ehrung aber auch nicht auf die lange Bank schieben und haben jetzt den kleinst möglichen Rahmen gewählt", erklärte der Bürgermeister. Ein besonderer Gruß galt neben Ehefrau Eva-Maria Dold auch Tochter Alexandra Nagler und Justizministerin Marion Gentges (CDU), der die eigentliche Ehrung oblag.

Justizministerin Marion Gentges nimmt Ehrung vor

"Es ist eine große Ehre, diese besondere Auszeichnung vorzunehmen", eröffnete sie ihre Laudatio. Es sei schön, wenigstens im kleinen Rahmen zusammen zu kommen und sie habe den Eindruck gewonnen, dass Bernhard Dold diese kleine Form gar nicht so unrecht wäre.

Die Staufermedaille sei eine besondere Auszeichnung für die ehrenamtlichen Verdienste um das Gemeinwohl, die weit über die beruflichen Pflichten hinausgehen. Seit 1977 werde die Medaille verliehen und sei eine der höchsten Auszeichnungen des Landes.

39 Jahre lang Mitglied im Ortschaftsrat des Hornberger Ortsteils

"Sie, Herr Dold, leben seit Jahrzehnten das Ehrenamt vor, das verdient Respekt, Dank und Anerkennung", betonte die Justizministerin. Die Aufzählung des Engagements im Einzelnen würde den Rahmen der Veranstaltung sprengen. 39 Jahre lang war Bernhard Dold für die Christdemokraten Ortschaftsrat in Niederwasser – davon 35 Jahre lang Ortsvorsteher und 30 Jahre lang Gemeinderat in Hornberg. Dank seines Einsatzes sei der Strukturwandel in Niederwasser überaus erfolgreich möglich geworden, hob Marion Gentges hervor. Außerdem habe er sich von der allerersten Pfarrgemeinderatswahl 1969 an für die kirchlichen Belange im Ort stark gemacht.

"Ohne engagierte Menschen wie Sie wäre Baden-Württemberg heute nicht das, was es ist", betonte die Justizministerin. Bürgermeister Siegfried Scheffold gratulierte: "Sie haben diese Ehrung wirklich redlich verdient!" Er bedankte sich für die vertrauensvolle kommunalpolitische Zusammenarbeit, die guten Gespräche und das Detailwissen von Bernhard Dold, das ihm gerade zu Beginn seiner eigenen Amtszeit eine große Hilfe gewesen sei. Der Geehrte habe sich nicht nur politisch, sondern überall dort eingebracht, wo sein Engagement gebraucht wurde. Dabei sei der "ehrenamtliche Lebenslauf" stark vom Wandel Niederwassers geprägt gewesen, vom Wohnen über die eher schwierige Ansiedlung des Gewerbes bis hin zur persönlichen Betreuung Geflüchteter, dazu ein rasanter Wandel in der Land- und Forstwirtschaft. "All das haben Sie mitgestaltet und begleitet. Mit Stolz und Ehre dürfen Sie diese Auszeichnung tragen", endete der Bürgermeister und wünschte für die Zukunft eine erfüllte Zeit im Kreis der Familie.

"Eine große Ehre wurde mir heute zuteil", bedankte sich Bernhard Dold nach der Verleihung der Staufermedaille. Mit der Laudatio habe ihn Marion Gentges ordentlich in Verlegenheit gebracht. Doch nach so viel Lob, Dank und Anerkennung habe er in den vergangenen 40 Jahren wohl auch sehr vieles richtig gemacht. "Mit Freude und Leidenschaft habe ich die mir gestellten Aufgaben versucht zu erfüllen. Ich bin mir im Klaren, dass vieles unzulänglich war von dem, was ich versucht habe. Dass ich am Ende trotzdem nicht mit leeren Händen dastehe, habe ich heute aus berufenem Munde hören dürfen." Vom Beginn seiner Amtszeit als Ortsvorsteher 1984 an hätte er viel Unterstützung seitens der Stadt und des Ortschaftsrates erfahren, allen voran durch Bürgermeister Siegfried Scheffold und seine Vorgänger Alfred Schondelmaier sowie Thomas Schwertel. Dolds Amtsverständnis sei vom Blick auf das Gemeinwohl geprägt gewesen, er wollte für die Menschen da sein, ihnen zu dienen und zu helfen sei die schönste Bürgerpflicht gewesen. Ein besonderer Dank ging in Richtung seiner Familie, ohne deren Unterstützung ein derartiges Engagement nicht möglich gewesen wäre.

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