Die Schauspieler der Hornberger Freilichtbühne proben für "Schneewittchen" online.Screenshot: Marvin Polomski Foto: Schwarzwälder Bote

Kultur: Die Schauspieler des Märchenstücks der Hornberger Freilichtbühne proben online

Es ist nicht die erste Online-Probe für die Darsteller des Märchenstücks "Schneewittchen" gewesen, bei der der Schwabo zusehen konnte. Das war deutlich zu merken.

Hornberg. Bei 33 Teilnehmern an der virtuellen Probe könne man schon fast den Überblick verlieren, so Regisseur Marvin Polomski, als er die Schauspieler begrüßte. doch dann ging es ganz schnell und die Schauspieler waren mit großem Eifer dabei und konnten ihre Texte. Nur den einen oder anderen kleinen Hänger gab es noch und da half man sich schnell gegenseitig weiter. Auch die fehlende Fanfare bei Auftritt des Königs wurde schnell improvisiert.

Altbekannt mit neuem Anstrich

Das was bei der Probe bereits zu sehen war, lässt die Vorfreude auf die Aufführungen wachsen. Es soll nicht zuviel verraten werden, aber: Maria Presti stellt Schneewittchens Stiefmutter richtig böse dar und die beiden Hexen (Anke Ketterer und Silke Vinz), an die sie sich wendet, um Schneewittchen los zu werden reißen schon beim Brauen ihres Zaubertranks mit.

Das Märchen ist altbekannt, bekommt jedoch für die Hornberger Freilichtbühne einen modernen Anstrich. So trifft sich Schneewittchen (Kim Hass) heimlich am Brunnen mit ihrem Freund und stellt klar, dass sie kein verwöhntes Prinzesschen ist, sondern beispielsweise durchaus in der Lage, ein Fahrrad zu reparieren.

Auf Nachfrage des Schwabo erklärt Polomski: "Es läuft ehrlich gesagt besser als gedacht". Natürlich könne eine Onlineprobe nicht die wirklichen Proben voll und ganz ersetzten, aber gerade Text, Tanz und Gesang laufe online genauso gut.

Der Probenablauf sei jedoch ganz verändert. Normalerweise machen sich alle zusammen mit dem Text im Proberaum an die Szenen und verbinden Text, Wege und Handlung miteinander. Später kommen Musik und Choreografie dazu.

"Online haben wir uns zuerst an die Rollenarbeit gemacht, jetzt grad lernen wir den Text auswendig und parallel tanzen und singen wir schon eifrig", so der Regisseur. "Wir würden gerne ab Mai real proben, damit wir genug Zeit haben, die Wege und vor allem auch das Miteinander zu proben", erklärt Polomski. Natürlich könne "keiner von uns in die Zukunft schauen, aber wir werden bis auf die letzten Meter alles geben um spielen zu können".

Natürlich würde das ganze Team das Gruppengefühl vermissen, dass komme besser bei "echten" Proben. "Aber generell kommen alle damit klar und es ist besser als gar nichts zu machen", ist sich der Regisseur sicher.

Die Tickets für die Aufführungen von "Schneewittchen" können online unter www.freilichtbuehne-hornberg.de gebucht werden. Dort sind auch die geplanten Termine angegeben.

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