Henriette Haas (von links), Manfred Ketterer, Renate Bühler, Gustav Benzing, Ursula Stemper, Dieter und Claudia Müller sowie Hannelore Blum wurden ausgezeichnet.Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Die Hornberger Awo feiert im Oktober ihr 75jähriges Jubiläum. Bei der Hauptversammlung stand die Ehrung langjähriger Mitglieder im Mittelpunkt, Hans Brohammer und Hans Wössner halten der Awo seit 70 Jahren die Treue.

n70 Jahre (Gold-Rotes Treuezeichen mit Stein) für Hans Brohammer und Hans Wössner

n65 Jahre (Goldenes Treuezeichen mit Stein) für Manfred Ketterer und Horst Reutter

n50 Jahre (Silbernes Treuezeichen) für Gustav Benzing, Renate Bühler, Annemarie Ecker, Maria Eichin, Andreas Faißt, Roland Haynal, Christine Hengstler, Gertrud Moser, Lore Rall, Erika Sauter, Wilhelmine Spitznagel, Ursula Stemper, die Tischer GmbH

n40 Jahre (Goldene Ehrennadel) für Hiltrud Aschwanden, Hannelore Blum, Barbara Falk, Anna Grießhaber, Ingeborg Horn, Ingrid Kegel, Klaus Lauble, Ursula Schwing, Bruno Weigold und Ute Zißler

n25 Jahre (Silberne Ehrennadel) für Irmgard Heizmann, Hans-Dieter Kattermann, Claudia und Dieter Müller, Rüdiger Rosenfelder, Ingrid Sapia und Henriette Haas

Hornberg. "Es ist ein großes Gut, wenn Mitglieder über solch einen langen Zeitraum dem Verein mit seiner sozialen Arbeit treu bleiben. Das macht mich als Vorsitzende stolz", schickte Henriette Haas den Ehrungen voraus (siehe Info). Der Ortsverein wäre seit Gründung dem Prinzip treu geblieben, den sozial Schwachen und Menschen in Not zu helfen, soweit es möglich wäre. "Wir machen keinen Unterschied, egal welche Hautfarbe oder Religion die Menschen haben", betonte die Vorsitzende.

Bitte um Werbung für die Organisation

Aktuell zähle der Verein 252 Mitglieder, deren Beiträge die finanzielle Grundlage des Helfens bilden. Zwar wären im vergangenen Jahr elf neue Mitglieder gewonnen worden, doch durch den Tod von zehn Mitgliedern und zwei Austritten wären es im Gesamten weniger gewesen zuvor. "Daher eine Bitte an Sie alle: werben Sie in ihrem Familien- und Bekanntenkreis für unsere soziale Organisation", appellierte Haas.

Das vergangene Jahr habe bis zum Corona-Stillstand wie üblich begonnen. Dann musste die Begegnungsstätte geschlossen und die Landessammlung abgesagt werden. Dadurch habe ein wichtiges finanzielles Polster gefehlt, um die Aufgaben aufrecht zu erhalten. Ein Spendenaufruf sei erfolgreich gestartet worden. Ein großes Dankeschön ging in Richtung der Spender. Im Sommer wären verschiedene Angebote möglich gewesen, unter anderem die mittlerweile zehnte Kinder-Ferienbetreuung in Kooperation mit der Stadt. Im Oktober konnte eine Herbstfahrt stattfinden , bevor der erneute Corona-Stillstand alles zum Erliegen brachte. Die Hausaufgabenhilfe musste von Mitte März bis Ende Juni eingestellt, fehlender Unterrichtsstoff später mühsam aufgearbeitet werden.

"Ob Corona oder nicht. Was sich nicht ändert, eher noch verstärkt wird, ist die Not vieler Menschen", betonte Henriette Haas. Deshalb sei es sehr wichtig gewesen, den Tafelladen offen zu halten. Es habe viel Kreativität erfordert, um die verschiedenen Vorgaben umzusetzen und die Herausforderungen zu meistern. Doch die Hilfsbereitschaft sei groß gewesen, größere Warenspenden wären eingegangen und ein Lieferservice eingerichtet worden. Die Besuchsdienste bei älteren Mitgliedern und Alleinstehenden gehören ebenso zur Sozialarbeit der Awo.

Die finanzielle Seite stellte Erich Haas vor: "Die Kasse war geprägt von Corona und den nicht durchgeführten Veranstaltungen." Umso wichtiger wären die Mitgliedsbeiträge gewesen. Erstmals in der Vereinsgeschichte habe es einen Spendenaufruf gegeben und man sei erstaunt über die große Hilfsbereitschaft von Privatpersonen und Firmen. Der Weihnachts-Verkauf und der Tafelladen hätten am Ende einen positiven Beitrag zum Gesamtergebnis gebracht. Ausgaben entstanden in erster Linie für die Sozialarbeit, die Unterstützung bedürftiger Familien sowie der Katharinenhöhe und die Awo International. Für den Traum eines eigenen Vereinsheims wäre eine Rücklage gebildet worden.

Bürgermeister-Stellvertreterin Eva Laumann zollte großen Dank und Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit. Die Awo setze in verschiedenen Bereichen Ziele praktisch um und sorge damit für mehr soziale Gerechtigkeit, Toleranz und Solidarität in der Gesellschaft. "Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag für eine liebens- und lebenswerte Umgebung!", endete Laumann.

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