"Leader": Inklusive Gruppen können Unterschembachhof nutzen / Geschäftsführerin überreicht Urkunde

Der Corona-Stillstand und das damit einhergehende Beherbergungsverbot wird im Hornberger Jugendheim Unterschembachhof für Umbauarbeiten genutzt. Gefördert werden diese Maßnahmen durch das Regionalentwicklungsprogramm "Leader".

Hornberg. "Leader"-Geschäftsführerin Julia Kiefer überreichte am Donnerstag die Förderurkunde und machte sich ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten. Die evangelische Kirchengemeinde in Hornberg ist seit 1979 Eigentümerin des Unterschembachhofs, von der damals noch eigenständigen Gemeinde Reichenbach war er allerdings schon in den 1960er-Jahren gepachtet worden.

Förderung für Umbau der Sanitäranlagen

Der Hof wurde im Laufe der Zeit und in Eigenregie zum heutigen Jugend- und Freizeitheim umgebaut. Jetzt standen die grundlegende Sanierung und Erweiterung der sanitären Anlagen sowie der barrierefreie Ausbau einer Sanitäranlage im Untergeschoss an, denn bisher sind lediglich der Eingang, das Zweibett-Zimmer, der Speisesaal, der Gruppenraum und die Küche barrierefrei erreichbar. Künftig werden auch inklusive Gruppen den Unterschembachhof für eine Freizeit nutzen können.

Pfarrer Thomas Krenz richtete einen besonderen Dank an Julia Kiefer, die sich in der Vorbereitung des Förderantrags für die evangelische Kirchengemeinde stark gemacht hatte. "Vor Corona hatten wir eine volle Auslastung im Haus, da sind Sanitäranlagen entscheidend wichtig", betonte der Pfarrer. Eigentlich sei die Maßnahme aufgrund der gebuchten Belegungen erst im kommenden Jahr geplant gewesen, nun werde der aktuelle Lockdown ausgenutzt. "Dass die Handwerker so schnell parat waren, ist ein ganz großes Geschenk", bedankte sich Thomas Krenz.

Aktuell hätte das Jugend- und Freizeitheim sowieso nicht vermietet werden können. Im kommenden Frühjahr könnten dann hoffentlich die ursprünglich geplanten Umbaumonate Januar bis April wieder voll vermietet werden. Am Anfang habe der ehrenamtliche Einsatz der CJVM-Mitglieder mit Abbruch und Teilausbau der vorhandenen Sanitärräume gestanden. Aktuell werden die sanitären Installationen sowie die Trockenbau-Arbeiten durchgeführt, dort läuft es nach Auskunft von Architekt Fritz Wöhrle super. Mit den Elektroarbeiten werde man vermutlich etwas zirkeln müssen, um den Einbau des Estrichs nicht zu verzögern. "Wenn der Maler fertig ist, kommt die End-Installation", machte er klar, was bis Ende März an umfangreichen Arbeiten zu leisten ist.

Ortsvorsteher Gottfried Bühler warf einen kurzen Blick in die Geschichte des 1860 erbauten Hofes und verwies auf die erfolgreiche Jugendarbeit der evangelischen Kirche, die im Betreiben des Jugend- und Freizeitheims ihre Fortsetzung finde. "Das ist sehr gut angelegtes Geld", betonte der Ortsvorsteher.

Das habe die Jury der "Leader"-Aktionsgruppe in Schiltach ebenso gesehen, bestätigte Julia Kiefer und verwies auf die besonders bewerteten Handlungsfelder "Barrierefreiheit", "Naturnaher Tourismus" und "Lebensqualität auf dem Land" durch zielgruppenspezifische Angebote für Jugendliche.

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