Gemeinderat: Gremium informiert sich in der Wilhelm Hausenstein-Schule über Sanierung und Ausstattung

Rund eine Million Euro investiert Hornberg in die Modernisierung der Wilhelm Hausenstein-Schule. Letzthin informierte sich der Gemeinderat vor der Sitzung über den Baufortschritt an Ort und Stelle. Der Rundgang startete mit guten Neuigkeiten.

Hornberg. "Heute sind fünfzig Tablets geliefert worden, die von Schülern ausgeliehen werden können, die über keine eigenen PCs oder Laptops verfügen", teilte Anja Strittmatter, Konrektorin und kommissarische Schulleiterin, mit. Die digitalen Endgeräte sind von der Stadt beschafft worden, um der gesamten Schülerschaft Online-Unterricht zu ermöglichen.

Lehrerkollegium ist begeistert

Beeindruckt zeigten sich die Räte bei der Vorführung des digitalen Lehrerpults. "Der Anschluss der Telekom soll nächste Woche erfolgen", informierte Strittmatter. Am 10. Mai wird ihrer Aussage nach das Lehrerkollegium durch die Haslacher Firma Elektro Prinzbach geschult.

"Ist jetzt alles da und wie bewerten Sie die Ausstattung auf einer Skala von eins bis zehn?", erkundigte sich Bürgermeister Siegfried Scheffold. Die Kollegen seien begeistert und überaus zufrieden, das Zusammenspiel von Hard- und Software sowie Anwender funktioniere. Spontan entschied sich Strittmatter für 8,5 auf der Messlatte. "Nach der Schulung wird es sich dem Optimalwert nähern", zeigte sich die Konrektorin überzeugt.

Mit Interesse nahmen die Räte die coronagerechte Gestaltung der Klassenzimmer zur Kenntnis, die Abstände gewährleistet. Auf Nachfrage des Bürgermeisters erläuterte Strittmatter den aktuellen SchulaMMaskenpflicht auch im Freien und die Praxis der Testung, die sie gemeinsam mit den Kindern durchführe.

"Einige Kinder kommen nicht, weil die Eltern mit den derzeitigen Maßnahmen nicht einverstanden sind", sagte die Konrektorin. Diese Kinder erhalten Materialpakete, die sie zu Hause durcharbeiten können.

Architekt Fritz Wöhrle erläuterte die bisherigen und kommenden Sanierungsmaßnahmen der Schule. Im Rahmen der Digitalisierung seien rund zwei Kilometer Kabel verlegt worden und einiges Tüfteln bei der Verlegung um viele Ecken herum erforderlich gewesen. Der Serverschrank befinde sich im ehemaligen Awo-Zimmer.

"Im nächsten Bauabschnitt kommen unter anderem die restlichen Fenster dran sowie die Dachziegel, Bleche und Blitzschutz", erklärte Wöhrle. Im Sommer sollte die Dacherneuerung möglich sein, denn die Fledermäuse sind weg. "Auch der Fledermaus-Beauftragte weiß nicht, wo die rund 500 Tiere sich jetzt niedergelassen haben", meinte der Architekt. Für die Arbeiten am Dach wird seinen Worten nach aus Sicherheitsgründen eine Einrüstung des Gebäudes notwendig und auch ein Kran benötigt werden.

Besondere Aufmerksamkeit wird dem Sandstein im Sockelbereich gewidmet werden müssen, denn er sei stark angegriffen. "Wir werden aufgrund der Marktsituation ein immenses Preisproblem bekommen", prophezeite Wöhrle. Zum Teil seien die Preise im Vergleich zum Vormonat um 240 Prozent gestiegen. Ein Tag später bestellen bedeute eine Woche längere Lieferzeit und zehn Prozent Preisanstieg.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: