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Hornberg Alles unter Dach und Fach bringen

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Die Buchenbronner Hexen erwerben den "Alten Schlachthof", Am Weihergarten. Foto: Stangenberg Foto: Schwarzwälder Bote

Hornberg. Die Buchenbronner Hexen kaufen den "Alten Schlachthof". Den Entschluss hat der Hornberger Fastnachtsverein am vergangenen Wochenende bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung gefasst. Christof Breithaupt, Vorsitzender der 1977 gegründeten Buchenbronner Hexen, berichtet im Gespräch mit dem Schwabo, warum dem Vorstand eine gemeinsame Entscheidung der Mitglieder wichtig war, und wofür der Verein das 1907 errichtete Gebäude, Am Weihergarten 5, nutzen möchte.

Herr Breithaupt, weshalb erwerben die Buchenbronner Hexen den "Alten Schlachthof"?

Wir haben schon seit vielen Jahren den Wunsch, ein eigenes Vereinsheim zu besitzen. Bisher passte die Örtlichkeit nicht oder das Gebäude war zu teuer. Da wir in den vergangenen Jahren unglaublich viele Mitglieder gewonnen haben, nimmt unser Häs-Bestand immer mehr Platz in Anspruch. Mittlerweile haben wir auch einen eigenen Umzugswagen. Im Moment lagen wir all das an verschiedenen Orten: Bei Mitgliedern, deren Angehörigen, auf dem Dachboden der Stadthalle oder in unserer Hexenkammer, die auch zu klein ist. Jetzt ergab sich für uns die optimale Möglichkeit, den "Alten Schlachthof", zu erwerben, um dort unser gesamtes Vereinsinventar zu lagern.

Warum dieses Gebäude?

Dort passt eigentlich alles: Wir haben Platz für unseren Wagen und es sind genügend Räume für die Häser vorhanden. Wir nähen diese selber, sodass wir dort auch ein Nähzimmer einrichten möchten. Auch unsere "Hexenmusik", die bisher in einem angemieteten Raum der Wilhelm-Hausenstein-Schule probt, kann sich dort treffen (siehe Info). Es ist unser großes Ziel, alles unter ein Dach zu bringen

Wie sind die "Hexen" auf die Immobilie gestoßen?

Über die Stadt Hornberg haben wir die Info bekommen, dass die Immobilie, Am Weihergarten 5, zum Verkauf steht. Seit einem guten Jahr haben wir uns damit beschäftigt, Gespräche mit dem Bürgermeister geführt und letztlich die Zustimmung vom Gemeinderat bekommen.

Über den Erwerb des Gebäudes haben die Buchenbronner Hexen gemeinsam abgestimmt...

Dem Vorstand war es sehr wichtig, dass wir alle Mitglieder bei der Entscheidung mit ins Boot holen. Wir als Vorstand hätten das auch alleine entscheiden können. Letztlich soll es aber ein Vereinsheim werden, bei dem sich alle einbringen und von dem alle profitieren können.

Wie verlief die Abstimmung?

Von den insgesamt 131 Erwachsenen Mitgliedern waren 95 anwesend. Ihnen wurde das Konzept vorgestellt, und anschließend diskutierten wir über das Vorhaben. Das lief sehr konstruktiv ab. Am Ende haben 91 Prozent der Anwesenden dafür gestimmt.

Wie finanziert der Verein die Immobilie?

Wir haben über die Jahre Rücklagen bilden und einen erfolgreichen Hexenball etabliert. Somit geht der Verein mit ruhigem Gewissen an den Kauf.

Wer renoviert jetzt das Gebäude, das aus dem Jahr 1907 stammt?

Das macht der Verein in Eigenleistung. Jedes Mitglied wird voraussichtlich eine Anzahl von Pflichtstunden bringen. Jetzt sind wir aber erstmal mit der Kaufabwicklung beschäftigt. Wenn es in Richtung Frühjahr geht, werden wir uns mit den Details beschäftigen.

Was für Arbeiten stehen an?

Wir müssen zum Beispiel das Dach renovieren. Das Haus war bis Dezember 2018 noch bewohnt, daher ist die Grundsubstanz wirklich sehr ordentlich. Auf jeden Fall legen wir großen Wert auf die Schalldämmung, da unsere Hexenmusik dort wöchentlich proben wird. Im Erdgeschoss bauen wir neue Fenster und Türen ein.

Wird das Haus auch für Gemeinschaftsaktionen genutzt?

Das ist natürlich auch ein Ziel. Als Fastnachtsverein sind wir eher saisonal aktiv. In den Räumen können wir jetzt auch außerhalb der Saison die Geneinschaft pflegen. Wir haben aber nicht die Absicht, dass Gebäude für private Partys zu vermieten. Schließlich steht das Haus in einem Wohngebiet und wir möchten die Nachbarn nicht stören.

Wie können Sie sich das steigende Interesse an den Buchenbronner Hexen erklären?

Wir haben in den vergangenen Jahren viel getan, um Präsenz zu zeigen und haben unseren Hexenball wieder auf Vordermann gebracht. Beim Altersdurchschnitt haben wir eine gute Mischung gefunden, sodass sowohl die sehr traditionsbewussten "Hexen", als auch die jüngeren Mitglieder, die gerne Partys feiern, auf ihre Kosten kommen. Bei den Umzügen laufen viele Kinder mit Begeisterung mit – die Jüngsten sitzen im Kinderwagen. Das macht uns aus. Es gibt sicherlich viele ältere Narrenvereine, aber trotzdem ist da eine Tradition, die wir mitleben und vorantreiben. Die Fragen stellte Lena Stangenberg.

Der "Alte Schlachthof": Das Gebäude, Am Weihergarten 5, hat zwei Geschosse und einen Dachboden. Im Erdgeschoss befindet sich ein 70 Quadratmeter großer Raum, in dem die Hexenmusik proben wird. Im zweiten Stock lagern die "Hexen" ihre Häser und richten ein Nähzimmer für das Kammerteam ein. Die Grundfläche misst circa 85 Quadratmeter. Das Grundstück, zu dem ein Garten gehört, umfasst 389 Quadratmeter.  Infos über den Verein gibt es unter www.buchenbronner-hexen.de.

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