Bildung: Die Digitalisierung an der Hornberger Schule ist gut vorangeschritten / Tafel hat nicht ausgedient

Die Digitalisierung ist während der Corona-Krise befeuert worden, so auch in der Hornberger Wilhelm-Hausenstein-Schule. Der Medienentwicklungsplan wurde gut gefördert deutlich schneller umgesetzt, als ursprünglich angenommen.

Hornberg. Bürgermeister Siegfried Scheffold hob bei einem Pressegespräch die Bedeutung der Digitalisierung hervor, die bereits vor der Corona-Krise in der Schule strukturiert begonnen hätte.

Glücklicherweise sei der Digitalpakt aufgelegt worden, womit die konzeptionellen Vorgaben aus dem Medienentwicklungsplan mit guter finanzieller Unterstützung umgesetzt wurde. Von den insgesamt investierten 135 000 Euro wurden aus verschiedenen Programmen im Gesamten 67 000 Euro gefördert. "Die Investition in die Grund-Infrastruktur mit Verkabelung und W-Lan-Versorgung hat den größten Teil davon ausgemacht", erklärte der Bürgermeister.

Grundlage für die kommenden Jahre

In Verbindung mit den digitalen Endgeräten sei in kurzer Zeit die Grundlage für die kommenden Jahre gelegt worden. Über die digitale Ausstattung hinaus werde das Projekt durch einen Wartungsvertrag mit der ausführenden Haslacher Firma Elektro Prinzbach abgerundet. Auch daran beteilige sich das Land mit etwa 6500 Euro.

"Wir sind glücklich, dass alles so gut geklappt hat", betonte Scheffold. Er ziehe ein sehr positives Zwischenfazit, wenn sich die Digitalisierung auch stetig weiter entwickeln würde.

Schulleiterin Anja Strittmatter stellte den Medienentwicklungsplan in seinen sieben Stufen kurz vor und erklärte den Einsatz der mobilen Endgeräte für Recherchezwecke im Sachkunde-Unterricht oder zur Nutzung von speziellen Lernprogrammen. Natürlich würden die Kinder trotzdem noch mit der Hand schreiben und Kopfrechnen lernen. Der Medienentwicklungsplan sei jetzt ein erstes Mal in allen sieben Schritten durchgearbeitet, begleite die Schule aber auch in den kommenden Jahren. Es werde Evaluationen innerhalb der Schule, von Eltern und Schülern geben.

Außerdem gebe es ein Fortbildungskonzept durch die Firma Prinzbach und das eigene Lehrerkollegium, in dem man sich gegenseitig auf neuestem Stand halte. Dank der sehr guten Einführung im Umgang mit dem digitalen Pult wäre die Bedienung für alle Lehrkräfte sehr einfach in der Handhabung.

Christoph Geissler erklärte seitens der ausführenden Firma: "Ziel war es, dass auch weniger technikaffine Lehrer von der Arbeit am digitalen Pult begeistert sind. Mit diesem ist die Hornberger Schule absoluter Vorreiter in der Region."

Alle Geräte wären mit einer Windows-Oberfläche ausgestattet, um die Kinder auf die weiterführenden Schulen und spätere Arbeitswelt vorzubereiten. Durch die Basisstation in jedem Klassenzimmer könne sofort mit der Arbeit begonnen werden, was für den Unterricht einen enormen Vorteil bedeute.

"Der klassische Computer-Raum kommt damit direkt zu den Kindern", erklärte die Schulleiterin. Trotzdem sei die Tafel im Klassenzimmer ein unschätzbar wichtiger Bestandteil des Unterrichts. "Die Mischung machts!", betonte Anja Strittmatter.

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