Im Gewerbegebiet Heiligenfeld soll das Kombi-Terminal Horb (KTH) entstehen. Das Foto zeigt das seit Jahren ungenutzte Industriegleis. Foto: Lück

Nur drei Stadträte stimmten gegen das geplante Güterverkehrsterminal im Heiligenfeld.

Das Güterverkehrsterminal Horb wurde mit großer Mehrheit beschlossen. Damit droht dem Altheim eine zusätzliche Belastung durch den Schwerverkehr. Ortsvorsteherin Silvia Becht: "Dass wir das nicht abwenden können, haben wir geahnt."

Horb - Der Gemeinderat in Horb hat am Dienstag noch einmal über der Kombi-Terminal Horb (KTH) abgestimmt. Der Grund: Die Bürgerinitiative Heiligenfeld hatte mit 511 Stimmen einen Antrag gestellt, darauf folgte gut eine Woche vorher die Bürgerinfo-Veranstaltung mit über 100 Fragen, die beantwortet wurden.

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Jetzt wurde noch einmal abgestimmt. Das Ergebnis: Gegen die Einrichtung des KTH in Horb gab es lediglich drei Gegenstimmen. Karin Fluhrer und Thomas Bauer von der BiM-Fraktion sagten Nein. Beide waren durch den Kampf gegen das geplante Gewerbegebiet in Ahldorf mit der neuen Liste Bürger im Mittelpunkt in den Gemeinderat eingezogen. Auch der Altheimer Gemeinderat und Ortschaftsrat Gerhard Fassnacht (CDU) stimmte gegen das KTH.

Im Frühjahr soll ein Verkehrskonzept für Altheim in den Gemeinderat gebracht werden

Fassnacht hatte vorher in der Debatte gesagt: "Ich bin seit Jahren in Altheim verwurzelt. Deshalb werde ich mich nicht gegen den einstimmigen Beschluss des Ortschaftsrats gegen das KVH aussprechen!" Laut Oberbürgermeister Peter Rosenberger wird im Frühjahr jetzt ein Verkehrskonzept für Altheim in den Gemeinderat gebracht. Die CDU hatte dies per Antrag gefordert, auch andere Fraktionen sind dafür. Geplant sind unter anderem Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt und Durchfahrtsverbote für LKW an Sonn- und Feiertagen. Wolfgang Lohrer, Sprecher der BI Heiligenfeld: "Um das ohnehin schon extrem hohe Verkehrsaufkommen durch den Schwerlastverkehr in Altheim zu begrenzen, bringt das nichts."

Sven Wannenmacher, Projektleiter des Kombi Terminal Horb: "In Altheim werden unmittelbar nach der ersten Projektstufe des KTH elf zusätzliche Schwerlastverkehre entstehen. Erst, wenn man den zweiten Projektteil hinzurechnet, also das ISH, kann sich diese Zahl auf 22 Schwerlastverkehre durch Altheim verdoppeln. Erst für die Ausbaustufe aller drei Projektteile (mit den möglichen Erweiterungsflächen), wird ein Gesamtverkehrsaufkommen von 30 Schwerlastverkehren durch Altheim und 24 Schwerlastverkehren durch Grünmettstetten täglich berechnet."

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